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Bless The Dead: The Boar's Nest

Leider eine ziemlich fade Angelegenheit
Wertung: 6,5/10
Genre: Southern Groove Metal
Spielzeit: 27:01
Release: 18.12.2018
Label: Sliptrick Records

Southern (Groove) Metal passt eigentlich zu jedem Anlass, so lange er schön dreckig, tief und laut daherkommt. Bless The Dead aus Atlanta sind insgesamt eine Spur zu lärmig, um die entsprechende Entspannung hervorzurufen, beweisen mit ihrem neuesten Werk „The Boar‘s Nest“ aber zumindest guten Geschmack bezüglich des Artworks, auch wenn das so gar nicht zum Stil der Herren passen mag. Humor scheinen die Jungs auch zu haben, trug die vorangegangene EP doch den klangvollen Namen „VUL VA“ - man darf als Rock- und auch Metalfan also gespannt sein, was „The Boar‘s Nest“ zu bieten hat.

Schade ist allerdings, dass die Stimme von Sänger Noah nicht annähernd die Durchschlagskraft entwickeln kann, die man sich für die Songs wünschen würde. Das mag mit an der etwas dünnen Produktion liegen, die zwar transparent daherkommt, aber eben deswegen den Schmutz vermissen lässt, der für Southern Groove Metal angemessen wäre. Shouts bekommt der Fronter zwar einwandfrei hin, bei anspruchsvollerem Klargesang wie in dem eigentlich recht starken Stück „2 Tickets“ versackt der Mann aber durchaus mal in ein paar schiefen Tönen – nicht so dramatisch, dass man sich die Ohren abkauen will, aber einen Abzug in der B-Note gibt das trotzdem.

Was die Titelgebung der einzelnen Songs angeht, bewegen sich Bless The Dead aber schön brav im passenden Themengebiet: „Whiskey Whore“, „Sex Sells“ oder „Drinking Me“ verbreiten tapfer den guten alten Sex, Drugs & Rock‘n‘Roll-Mythos. Letzteres fungiert dabei als Albumopener und kommt im Midtempo mit etwas zu dünnem und holprigem Schlagzeug und einer einfach gestrickten Hookline daher. „Sex Sells“ kann dann zumindest mit einem ohrwurmigen Refrain punkten, aber hier wird dann schon die stimmliche Einschränkung des Sängers deutlich – ähnlich wie beim folgenden bereits erwähnten „2 Tickets“. Man ahnt es bereits, so richtig mit der Abwechslung hat die Truppe es nicht, was ja okay wäre, wenn jeder Song ein Knaller wäre – meinetwegen dürfte dann auch alles gleich klingen. Ganz so ist es dann aber leider nicht, vielmehr herrscht an allen Ecken und Enden Korrekturbedarf, und spürbare Spielfreude hat man auch nicht auf der Speisekarte. Vielmehr scheint sich die Band ein bisschen schwerfällig durch die sieben Tracks zu quälen, was besonders bei Songs wie dem doomig angehauchten, fast verzweifelt wirkenden „Kiss The Earth“ mit seinem wirklich coolen Riffing außerordentlich schade ist, da hier erst das Potential der Band deutlich wird. Da kann auch das deutlich flottere „A Cold Night In Hell“ nicht mehr viel retten, als Anspieltipp leistet es aber allemal gute Dienste.

Auf immerhin beinah einer halben Stunde Spielzeit schaffen es Bless The Dead nicht, den Hörer großartig zu bewegen, geschweige denn die Band abzufeiern. Da fehlt ordentlich Pfeffer im Arsch, den die Jungs möglicherweise live haben, aber nicht auf Platte bannen können. Mehr als „solide“ kann man hier nicht als Prädikat stehen lassen, vielleicht kriegen die Jungs beim nächsten Album ein bisschen mehr die Ärsche hoch. 

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