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Blaze: Tenth Dimension

Heraus aus dem Maiden-Schatten
Wertung: 9/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 53:1
Release: 21.02.2002
Label: Steamhammer/SPV

Mit „Tenth Dimension“ holen Blaze zum zweiten Schlag aus. Nach dem gelungenem Debüt „Silicon Messiah“ machte man sich nach der Tour daran, an neuem Material zu arbeiten. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn „Tenth Dimension“ klingt besser und ausgereifter als der Vorgänger.

Thematisch dreht es sich um eine Person, die eine Reise durch die „Tenth Dimension“ macht und uns auf seine Reise mitnimmt. Und diese Reise hat es in sich. Denn die Schwächen des Vorgängers werden beinahe ausnahmslos ausgemerzt. Auf „Tenth Dimension“ bekommt man einen Blaze in Bestform und erstklassige Songs geliefert. Auch über Abwechslung kann man sich nicht beklagen, man bekommt schnelle, Midtempo- und ruhige Songs zu hören, und das Ergebnis ist klasse. Man erkennt natürlich immer noch an einigen Stellen, dass Bayley bei Maiden tätig war, doch Blaze konnten ihren eigenen Stil weiter ausbauen und ihre eigene Identität weiter festigen. Besonders Bayleys Gesang ist noch um einiges besser, denn man hört nun öfter mehrstimmigen Gesang, was den Songs nur zu Gute kommt und Bayley noch besser klingen lässt.

Nach einem eher belanglosen Intro wird einem das energiegeladene „Kill And Destroy“ serviert, und der Song ist einfach nur der Hammer. Die Gesangsmelodie erinnert einen an „Down“ von Rage. Der Refrain ist mehrstimmig gesungen und der Song knallt an allen Ecken. Das folgende „End Dream“ ist ein echt langsamer Stampfer zu Beginn, besitzt aber einen melodischen Refrain. Mit dem Titeltrack kommt dann eines der vielen Höhepunkte dieses Albums. Vom Riffing her erinnert „The Tenth Dimension“ anfangs ein wenig an „Ghost In The Machine“ vom Vorgänger, doch der mehrstimmige Refrain ist der Brüller bei einem Konzert. Die obligatorischen „Oh oh ohoho“ - Passagen, die man von Maiden kennt, passen hier in der Mitte wie die Faust aufs Auge. Die Gitarren sind mit ihren zweistimmigen Melodien ebenfalls ein Hammer, werden gegen Ende sehr entspannt und lassen den Song vor sich hin gleiten. „Leap Of Faith“ ist ein flotter Song wie „The Launch“ vom Vorgänger, nur mit einem treibendem Rhythmus und gelungenem Refrain wesentlich besser. Nach einem kurzen, aber schönem, Akustik Song kommt dann der Song, weshalb ich diese Platte am meisten liebe. „Meant To Be“ heißt das gute Stück und ist eine Halbballade, die einfach nur genial ist. Bevor das Solo beginnt, ist der Song nur mit akustischen und cleanen Gitarren gespielt. Doch beim Solo knallt der Song mit einer ungeheuren Intensität. Denn Bayley singt hier wunderschön, nachdenklich und steigert sich immer mehr in seine Anklage hinein. Er wird hier von mehrstimmigen Frauen-Chören unterstützt, mit denen der Song auch ausklingt, begleitet von zupfenden Gitarren. Vom Text könnte dieser Song locker von der „Blood And Belief“ stammen, denn hier scheint Bayley sein Herz zu öffnen. Ein wirklich beeindruckender Song. Leider kann das folgende „Land Of The Blind“ das Niveau der vorigen Songs nicht ganz halten, ist aber dennoch gut. Im Refrain hört sich die Stimme ein wenig nach Ozzy an. „Speed Of Light“ und „Stealing Time“ können auch überzeugen, „Stealing Time“ besitzt einen coolen Pre-Chorus mit gut gesetzten Obertönen der Gitarren.

Der letzte Track „Stranger To The Light“ hat ein ziemlich Doom-Metal-inspieriertes Riff, der Gesang ist auch hier mehrstimmig und klingt toll. Dass gegen Ende mitten im Solo nochmal die Melodie von „The Tenth Dimension“ eingebracht wird, mitsamt der Gesangsmelodie und Text, ist sehr gelungen und überrascht einen positiv.

Neben der normalen CD kann man auch noch ein Digi-Pack bekommen. Dieses Package beeinhaltet eine Bonus-CD, auf der noch ein Bonus-Track vorhanden ist, vier Live-Tracks ( u.a. 1x Wolfsbane,1x Iron Maiden) und PC-Material, auf dem sich ein Video von „Ghost In The Machine“, 2 mp3s und die Dokumentation „Inside The Tenth Dimension“ befinden.

Bis auf kleine Ausnahmen werden einem auf „Tenth Dimension“ nur klasse Songs geliefert. Blaze haben es geschafft, die Fehler des Vorgängers zu tilgen und können mit zweistimmigen Riffs und Solimelodien, sowie einem Blaze Bayley in Bestform, der diesmal auch vor mehrstimmigen Gesang nicht halt macht, einen besseren und ausgereiften Nachfolger präsentieren. Ich kann dieses Album einfach nur empfehlen. Denn es ist als Gesamtwerk der stärkste Output der Band. Blaze ist einfach eine großartige Band, mit einem großartigen Sänger und großartigen Songs.

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