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Blaze: Silicon Messiah

Das erste Lebenszeichen
Wertung: 8/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 52:13
Release: 22.05.2000
Label: Steamhammer/SPV

Nach der Trennung mit Iron Maiden war es nicht verwunderlich, dass Blaze Bayley seinen Weg weitergehen würde. Als Frontmann von Iron Maiden war seine Popularität um einiges gestiegen und er dachte gar nicht daran, aus dem Musikgeschäft auszusteigen. Nun bestand die Möglichkeit, seine eigene Band zu starten. Mit den Gitarristen Steve Wray und John Slater, dem Drummer Jeff Singer und dem Bassisten Rob Naylor scharrte Bayley fähige Musiker um sich: Blaze war gegründet. Man bekam einen Plattenvertrag bei SPV/Steamhammer und 2000 wurde das erste Album „Silicon Messiah“ veröffentlicht.

Was einem auf „Silicon Messiah“ erwartet, ist recht einfach zu beschreiben: powergeladener Heavy Metal mit teils modernsten und teils mit Iron Maiden Riffs. Und natürlich die unvergleichliche Stimme Blaze Bayleys, die hier jedoch viel besser zur Geltung kommt als auf den Maiden Alben „X-Factor“ (1995) und „Virtual XI“ (1999). Man merkt, dass die Songs besser für Blaze geeignet sind und er wirklich zeigen kann, was er mit seiner Stimme zu erreichen in der Lage ist. Slater und Wray spielen präzise und hauen ein klasse Riff nach dem anderen raus, ihre Soli-Arbeit ist ebenfalls großartig. Textlich befasst man sich mit den Themen Computer und Technik, die uns Menschen beherrschen oder dass wir von Ihnen abhängig sind. An sich sind alle Songs im groovendem Midtempo oder im Maiden-artigen Up-Tempo gespielt, gelegentlich fangen sie ruhig an und entwickeln sich zu richtigen Granaten. Die sehr gute Produktion geht auf das Konto von Andy Sneap, der Blaze heute noch abmischt.

„Ghost In The Machine“, der erste Song auf dem Album und auch einer der ersten Songs, die für Blaze geschrieben wurden, beginnt mit einem groovigen Riff und kann bis zum Ende begeistern. Der Refrain und die Gesangsmelodie bleiben einem sofort im Gedächtnis und machen schon den ersten Song zu einem Favouriten, der von Blaze selbstverständlich auch Live performed wird. Der Zwischenpart animiert zum Mitsingen, da diese Stelle erst mit Bass und dann mit der ganzen Band gespielt wird. Die nächsten Songs „Evolution“, „Silicon Messiah“ und „Born As A Stranger“ können auch vollends überzeugen, vor allem letzterer Song ist die Live-Granate schlechthin. Man kann nicht anders, man muss diesen Refrain mitsingen. Die Gitarrenmelodien sind auch einsame Spitze, von den Solos ganz zu schweigen. Das folgende „The Hunger“ ist der schwächste Song auf dem Album, an sich recht ruhig mit cleanen Gitarren will der Song nicht ganz zünden. Auch „The Launch“ ist nicht einer der besten Songs, aber er hat ein cooles Riff, was jedoch bei dem Album keine Seltenheit ist. Der Song bleibt nicht allzu lange hängen. „Identity“ und „Reach Out for The Horizon“ haben auch ihre Stärken und sind gute Songs, in denen die Refrains aber mehr hervorstechen als die Verse, sodass anfangs „nur“ ein „guter Song“ zu hören ist, erst bei dem Refrain und den Bridges wird ein „wirklich guter Song“ daraus. Blaze´ Stimme ist durchgehend hervorragend, doch das Beste hat die Band sich für den Schluss aufbewahrt. Denn das Album endet mit „Stare At The Sun“, für mich der beste Song auf dem Album. Langsam beginnend und mit einer gefühlvollen Stimme gesungen gipfelt der Song in einem tollen Refrain, die Gesangsmelodie ist super, die Musik ist nicht schnell aber knallt dennoch, obwohl der Song eine nachdenkliche, fast traurige Stimmung ausstrahlt. Die Soli sind genial, die Zwischenparts auch, bei diesem Song fehlt es einfach an nichts. Ein toller Abschluss für ein tolles Album.

Mit „Silicon Messiah“ hat wohl niemand gerechnet. Viele haben Blaze Bayley nach seinem Austritt bei Iron Maiden schon vergessen, da ihr alter Bruce wieder da war und Blaze nie genug Anerkennung erhalten hatte. Doch mit „Silicon Messiah“ müsste sich das geändert haben. Denn Bayley präsentiert sich hier stimmlich von einer sehr guten Seite und auch die Truppe, die mit ihm zusammen Blaze bildet, kann mit ihrer Mischung aus modernem Heavy Metal und gelegentlichen Maiden Melodien voll überzeugen. Einige Songs gehen einem wegen der Riffs und vor allem wegen den Refrains nicht mehr aus dem Kopf. Natürlich sind Schwächen vorhanden, aber es bleibt dennoch ein überdurchschnittliches Album. Besonders Leuten, die von seiner Stimme damals nicht ganz überzeugt waren, lege ich diese Band ans Herz. Denn Blaze spielen einfach coolen Heavy Metal. Und das hat sich bis heute nicht geändert.

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