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Blaze: Blood & Belief

Seelenreinigung des Ex-Maiden-Fronters
Wertung: 8.5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 51:29
Release: 26.04.2004
Label: Steamhammer/SPV

Bereits seit 2000 beglückt uns der charismatische Ex-Fronter von Iron Maiden und Wolfsbane Blaze Bayley mit seiner Solo-Band Blaze. Hatten viele damals den Gesangsstil bei Maiden bemängelt, stellte sich heraus, dass die Stimme Bayleys doch zu viel mehr fähig ist, als bisher angenommen. Das Debüt-Album „Silicon Messiah“ überraschte viele und obwohl sich ein kleiner Hauch Iron Maiden in den Songs einschlich, hat Blaze seinen eigenen Sound aus Maiden und härterem Heavy Metal – und moderneren Riffs geschaffen.

Das hat sich bei dem aktuellen Output des Engländers auch nicht weit geändert. „Blood And Belief“ ist eine konsequente Weiterführung der bisherigen Alben „Silicon Messiah“ (2000) und „The Tenth Dimension“ (2002). Die Line-Up Wechsel haben dort auch nichts ändern können, der alte Drummer Jeff Singer und Bassist Rob Naylor wurden durch die beiden Studiomusiker Jason Bowld und Wayne Banks ersetzt, doch das magische Dreieck Bayley/Wray/Slater blieb erhalten und somit auch die Qualität des Songwritings.

Mittlerweile konnten Blaze sich etwas weiter dem Maiden-Einfluss entziehen und ihren eigenen Sound weiter perfektionieren. Die Songs auf „Blood And Belief“ klingen irgendwie entspannter als auf den Vorgängern, was jedoch nicht heißen soll, dass sie durchgehend langsam sind. Sie verbreiten eine düstere Stimmung; die Songs sind anfangs meist ruhig gehalten und entfalten sich zu wahren Ohrwürmern mit sehr melodiösen bis harten Riffs und sehr guten Gesangsmelodien, sodass man beim zweiten Mal hören viele Songs wunderbar mitsingen kann. Die düstere, melancholische Stimmung stammt nicht nur von der Musik selbst, sondern auch von den Texten Blaze Bayleys. Hatte er in den letzten Jahren mit vielen Problemen zu kämpfen (Alkohol etc.), so hat er mit diesem Album textlich seine Seele gereinigt.

Nach dem flotten Opener „Alive“, der nach dem 2. Refrain eine tolle ruhige Stelle besitzt und in einem schönen Solo mündet, bekommt man auf den nächsten Tracks wie dem Titeltrack den ersten Teil der Platte zu hören, der den melodischen, aber dennoch nicht weichen Weg geht. Der Sound ist klasse, die Gitarren druckvoll, und der Gesang, den Blaze Bayley von sich gibt, ist in jeder Hinsicht gelungen, denn jede Gesangsmelodie passt perfekt zum Song (z.B. „Life And Death“.) Was die Herren Slater und Wray an ihren Gitarren verrichten, ist einfach klasse.

Das Zusammenspiel und die Soli fügen sich gekonnt ins Gesamtbild ein. Mit „Hollow Head“ kommt dann ein richtiger Kracher, der mit einem so toughen Zwischenteil daherkommt, der einem einfach nur rumspringen lässt, da das Anfangsriff mit einem sehr coolen Drum Rhythmus unterlegt wird. Definitiv eines der Höhepunkte des Albums. Auch das darauffolgende „Will To Win“ vollzieht Vollgas und die Double-Bass hat hier ordentlich zu tun, aber der Refrain ist eher langsamer und bleibt perfekt im Kopf. „Regret“ ist neben dem Titeltrack das Stück, das aufgrund seiner Tiefe, bezüglich Text und großartiger Melodie, einfach nur klasse ist. Der letzte Song „Soundtrack Of My Life“ weiß ebenfalls zu gefallen, lässt aber irgendwie die Tiefe und Originalität der vorigen Tracks vermissen.

Mit „Blood And Belief“ ist Blaze definitiv ein sehr gutes Werk gelungen. Hier passt einfach alles. Sei es der Sound/Produktion, die Gitarrenarbeit, die stimmigen Songs mit ihrer gelungenen Mischung aus modernem Heavy Metal und schönen Melodien oder die Leistung Bayleys bei den Texten und bei dem Gesang. Alles fügt sich zu einem sehr stimmigen Gesamtwerk zusammen. Da kann man über die etwas schwächeren Songs „Tearing Yourself To Pieces“, „The Path And The Way“ und „Soundtrack Of My Life“, die dennoch gut sind, gerne hinwegsehen. Denn der Rest des Albums ist einfach nur klasse und macht Laune. Es kommt nicht ganz an den Vorgänger heran, aber Blaze-Fans wisse,n woran sie sind, und anderen kann ich dieses Album eigentlich nur noch empfehlen.

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