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Blaze: As Live As It Gets

Was will man also mehr?
Wertung: 99/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 103:26
Release: 24.03.2006
Label: Steamhammer/SPV

Um die Fans die Wartezeit auf das neue Album zu verkürzen, veröffentlichten Blaze mit „As Live As It Gets“ ein Doppel-Live Album, das den englischen Wirbelwind Blaze Bayley und seine Band in bester Live-Action in Pratteln (Schweiz) und Dudley (UK) zeigt.

Mit einer sehr gut eingefangenen Live-Atmosphäre und einer Band in exzellenter Form kann dieses Live-Dokument durchweg begeistern.

Manche mögen es vielleicht seltsam finden, nach zwei Alben bereits ein Live-Album herauszubringen, doch neben Songs der zwei Alben „Silicon Messiah“ und „Tenth Dimension“ sind ebenfalls vier Iron Maiden Songs, ein Wolfbane Song und ein Coversong von Led Zeppelin vertreten. So gesehen ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert, zumal die Maiden-Songs hier wesentlich druckvoller aus den Boxen kommen als auf den Maiden-Outputs. Andy Sneap, der wieder mal für das Produzieren und Abmischen zuständig war, hat seinen Job wieder einmal perfekt gemacht. BLAZE klingen druckvoll, gut aufeinander abgemischt, und sämtliche Spielereien von Wray und Slater sind gut zu hören. Das Agieren mit den Zuschauern ist auch sehr gut eingefangen worden, die Zuschauer untermalen perfekt die Live-Atmosphäre. Dass die beiden CDs in einem Guss durchlaufen, ohne Unterbrechungen und mit sämtlichen Ansagen von Blaze zu den einzelnen Songs, verstärkt die tolle Live-Atmosphäre.

Mit sechs Songs vom erstem Album („Stare At The Sun“, „Silicon Messiah“, „Identity“, „Ghost In The Machine“ und „Born As A Stranger“, „The Brave“), sechs Songs vom zweiten Album („Speed Of Light“, „Kill & Destroy“, „End Dream“, „Land Of The Blind“, „Stranger To The Light“ und „Tenth Dimension“) bekommt man eine gut ausgewogene Mischung aus beiden Alben. Dazu kommen noch die vier Songs „When Two World Collides“, „Virus“, „Sign Of The Cross“ und „Futureal“ aus Bayleys Maiden-Ära, „Steel“ aus seiner Wolfsbane-Zeit und dem Led Zeppelin-Cover „Dazed And Confused“. So bekommt man eine schöne Mischung in einem tollen Soundgewand geliefert. Die Maiden-Songs klingen meines Erachtens besser als auf den Original-Scheiben, jedenfalls vom Sound, denn der ist wesentlich besser und lässt die Songs härter klingen. Das ist vor allem bei „Virus“ und „Sign Of The Cross“ der Fall. Auch sonst können sämtliche Songs überzeugen. Auch das Cover „Dazed And Confused“ weiß zu gefallen. Wie auch bei „Immigrant Song“ von Demons And Wizards kann der Gesang natürlich nicht an das Original, sprich Robert Plant, heran. Doch trotzdem ist es eine coole, groovige Covernummer mit dem typischen Bayley-Gesang. Das Publikum macht begeistert mit und überträgt es auf den Hörer. Nennenswerte Fehler seitens der Band fallen nicht ins Auge. Dennoch will ich hier keine Studio-Nachbearbeitung heraufbeschwören. Man merkt, dass es Live ist und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Blaze live fast fehlerlos spielen. Wray und Slater spielen wie eine Eins und Bayleys Gesang ist auch live eine Wucht und kann bei jedem Song überzeugen.

Was will man also mehr? Eine gute Songauswahl, eine gute Band und eine gute Produktion plus einer gekonnt eingefangenen Live-Atmosphäre macht aus „As Live As It Gets“ ein geniales Live-Album. Für Fans ist das Ding sowieso beinahe Pflicht, allein schon wegen der Live Performance der Maiden Songs, aber auch für Leute, die mal in Blaze reinhören wollen, ist dieses Live-Album eine sehr gute Möglichkeit.

Mit diesem Release ist es Blaze gelungen, die Zeit auf den Nachfolger zu verkürzen und den Wunsch, Blaze mal live zu sehen, zu erwecken. Ich habe es getan und habe es nicht bereut.

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