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Blasted To Static: Blasted To Static

Nette Ideen, toller Sound, doch eben auch einige Längen
Wertung: 6,5/10
Genre: Heavy Metal / Power Metal
Spielzeit: 45:08
Release: 27.05.2017
Label: Metalopolis Records

Über die Reputation der Blasted To Static-Mitmacher muss man nicht streiten, denn da haben die Vier in der Vergangenheit schon so mache ordentliche Kerbe im Metalbusiness, nur unter anderem Banner, hinterlassen können – bei den Fans von Black Symphony, Death Dealer und vor allem wohl auch Racer X dürfte schon von allein der Ohrenschmalz gerne klein beigeben und Platz für neuen Input machen. Mit „Blasted To Static“ liegt dann auch das Debüt der US-Recken – halt, Klampfer Stu Marshall kommt ja aus Australien – vor und hat leider neben einigen schönen Momenten aber auch ein paar Längen vorzuweisen.

Und sind es einmal mehr wieder die balladesken Ausflüge, die wie in „Lovesick Blue, Pt. 1“ zwar durchaus etwas Spannung aufbauen können – schmachtende Nummer, die natürlich gut dargeboten wird und wo Jeff mit reichlich Herzblut zur Akustikklampfe agiert, dennoch zum Quotenfänger für härter rockende Mucker mutiert –, allerdings im weiteren Verlauf kommen noch das ebenfalls mit Akustikklampfe dahintröpfelnde, an die Lovesick-Intensität nicht annähernd hinlangende „Nottingham Grove“ sowie der ruhige und eigentlich auch überflüssige Ausklang „Francois“ hinzu, fertig ist die selbstgedrehte links gezwirbelte schnarchnasige Langeweile.

Dabei haben die „Ami-Australier“ schon beim Opener „Suicide King“ ordentlich und positiv hingelangt, halten sich gar nicht erst mit einem schnöden Intro auf, sondern setzen gleich mal per Klampfer Stu mit einem Solo zum großen Wurf an und lassen sofort keinen Zweifel aufkommen, dass sie eingängige Melodien mit handfesten Härtegraden gut zu vermischen wissen.

Jeff setzt auch in höheren Tonlagen zackige Akzente, aber auch die sehr angenehme Doublebasshärte verquickt sich harmonisch mit dem metallischen US-Style. „Dance Devil's Dance“ entwickelt durch die gesanglich verfremdeten Experimente einen fluffigen Charme und lebt von der treibenden Gitarrenpower, mit „War Baby“ spielen sie allerdings viel deutlicher mit kompositorischen Muskeln, setzen zuerst auf eine martialisch von Maschinengewehr und Hubschrauber geprägte Einleitung, nur um mit ordentlichen Riffattacken und eher leichter Gesangsgangart die ein wenig verspielte Kinderseele eines minderjährigen Soldaten ganz gut widerzuspiegeln.

„The Hammer“ hat ein mächtiges Riff intus, gehört zu den metallischen Schwergewichten, ein wenig verspielt vielleicht, aber trotzdem mit ordentlichem Punch im Midtempo, das darauf folgende „Repossession Of Nothing“ ist dagegen einfach zu ruhig und manchmal eben schon ein bisschen zu süß, auch wenn die Doublebass unerlässlich wummert, und bei „Devil's Preacher“ lassen sie bei der Einleitung ein paar Lard-Erinnerungen aufkommen und kreuzen im weiteren Verlauf Vicious Rumors-Riffing mit reichlich Ugly Kid Joe-Atmosphäre. Viel eigenständiger tönt dagegen „Delivered From The Ashes“ aus den Boxen, gehört der Track wieder zu den rifflastigen US-Metal-Songs mit einem Refrain, der sich gleich fies festsetzt, gar nicht mal so ausgefeilt raffiniert nach Aufmerksamkeit hascht, sondern ungemein effektiv punktet und auch vom kurzen, orchestral bombastischen Ausflug lebt.

Gefällig, so vielleicht die Quintessenz, denn einige gute Ideen und toller Gesang reichen heute nicht mehr, die Fans wirklich hinterm Ofen hervorzulocken. Nette Ideen, toller Sound, doch eben auch einige Längen, die sich Blasted To Static hier leisten, was dann nicht mehr als 6,5 Punkte ausmacht – dabei will man gestandenen Muckern doch gar nicht in die Schaftstiefel pinkeln.

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