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Blast Stereos Loud: Burn

Unbekannt ist manchmal eben doch besser
Wertung: 9/10
Genre: Emocore, Post-Punk
Spielzeit: 15:37
Release: 10.11.2009
Label: Lockjaw Records

Blast Stereos Loud dürften hierzulande ziemlich unbekannt sein. Völlig zu Unrecht, sind die Jungs doch auf einem qualitativ ähnlich hohen Stand wie beispielsweise die etwas härteren Silverstein, die sich in Deutschland ja zunehmend großer Beliebtheit erfreuen. Inzwischen sind BSL leider Geschichte – das letzte Lebenszeichen spuckte die Band in Form der „Burn“-EP im Winter 2009 aus, und überhaupt findet man bei der Recherche im weltweiten Netz eher spärlich gesäte Information bezüglich des Quartetts.

Tatsächlich hat die Schreiberin dieser Zeilen keine Ahnung, die wievielte Veröffentlichung „Burn“ nun tatsächlich ist, aber gerüchteweise hat es in der relativ kurzen Bandhistorie nicht mal zu einem Full-Length-Album gereicht. Schade ist das auf jeden Fall, wenn man sich den bisherigen Output der Briten so anschaut: „Burn“ besteht zwar nur aus vier Songs und reicht gerade mal an eine Viertelstunde Spielzeit heran, qualitativ gibt es aber nichts zu meckern.

Im Gegenteil, dafür, dass sich die Vier dem doch eher ungeliebten Subgenre Emocore beziehungsweise Pop-Punk verschrieben haben, klingt die Platte erstaunlich reif. Klar, irgendwie können sich Teenies da immer angesprochen fühlen, aber auch bei den Nicht-15-Jährigen unter uns kann „Burn“ durchaus länger im CD-Player rotieren, ohne dass man sich schämen muss. Zwar werden die Stimmen der beiden Gitarristen Jay und Craig D. mit der Zeit durchaus ein wenig weinerlich, aber dass muss bei diesem Genre einfach so sein und soll wahrscheinlich die unglaubliche Sensibilität der Betreffenden symbolisieren… oder so ähnlich. Gleichzeitig vollbringen Blast Stereos Loud aber das Kunststück, Songs zu erschaffen, die direkt nach dem ersten Durchgang schon im Ohr hängenbleiben und fast mitgesungen werden können, ohne dass diese Ohrwürmer nervig werden.

Direkt der Titeltrack und gleichzeitig Opener wartet zwar mit bereits bekannten, aber sehr gut umgesetzten Gitarrenstrukturen auf und durch den aus dem Hintergrund kommenden Text am Anfang hat der Track auch direkt einen absoluten Wiedererkennungswert. Neben dem klaren Gesang wird auch ein ganz klein wenig Hintergrundgeschrei eingeschoben, das man beim ersten Durchlauf kaum bemerkt, obwohl der Shouter (vermutlich Zweitgitarrist Craig D.) eine durchaus markante, heisere Stimme hat.

„Long Time Dead“ macht dann eher einen auf Pop-Punk-Hymne und hat live sicherlich seinerzeit einige Mädels zum Mitsingen animiert. Trotzdem wagen Blast Stereos Loud den ein oder anderen zaghaften Breakdown, der auch durchaus zum Moshen und Headbangen einlädt. Mit „Leave Tonight Behind“ hat sich dann noch ein grandioser Rausschmeißer eingeschlichen, dessen Gitarrenspur locker-flockig aus den Boxen trudelt und der sogar einen gewissen punkigen Touch hat.

Fazit: Warum Bands wie Silverstein oder Saosin mega Plattendeals einsammeln und Blast Stereos Loud vor ihrer Trennung im Trüben fischen mussten, bleibt unbegreiflich. Auch wenn die Band inzwischen nicht mehr existiert, sollte man sich die möglicherweise zahlreichen EP-Outputs als Fan des Genres doch sichern – eine Bereicherung für die heimische Sammlung ist „Burn“ allemal.

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