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Blackwinds: Flesh Inferno

Ein Sideprojekt und nebenbei eines der besten Black Metal-CDs des Jahres...
Wertung: 8.5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 56:19
Release: 23.05.2008
Label: Regain Records

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bei einem Albumtitel wie „Flesh Inferno“ eigentlich eher Death Metal der Marke Vomitory, Defleshed (ok, die spielten eher Thrash) oder Fleshcrawl erwartet habe, aber keinen Black Metal, was nun letztendlich dargeboten wird. Nun gut, Black Metal ist auch ok, vor allem wenn er so gut vorgetragen wird wie in diesem Falle von Blackwinds.

Bei Blackwinds handelt es sich um ein Sideproject von Drummer Lord Mysteriis, der nebenbei auch bei Setherial die Felle gerbt und früher bei In Battle für die Gitarre und den Bass zuständig war. Solche Multiinstrumentalisten neigen ja öfters mal dazu, ´n komplettes Album in Eigenregie einzuhämmern. So auch im Falle von „Flesh Inferno“, wobei lediglich ein gewisser Infaustus den Posten hinterm Mikrofon übernahm.

Musikalisch wird hier wirklich herausragender schwarzer Metall geboten, der irgendwo in der Schnittmenge zwischen der Hauptband Setherial, alten Dissection, aber auch Dimmu Borgir und Dark Funeral liegt. Vor allem die Gitarren- und Schlagzeug Arbeit ist sehr abwechslungsreich ausgefallen. An den Drums wird nicht Marduk like komplett durchgeholzt (ok, ich beziehe mich hierbei lediglich auf das Marduk Album „Panzer Division"!), sondern besticht durch ein vielseitiges Arrangement, das die Songs nicht nur multilateraler klingen lässt, nein, auch interessanter.

Gitarrentechnisch wird eine ausgewogene Mischung aus aggressiven Riffs und feinen Melodien geboten, bei der vor allem bereits oben genannte Bands am besten als Vergleich geeignet sind. Hm, eigentlich könnte man die neueren Naglfar ebenfalls als Referenz mit heranziehen. Was die Atmosphäre hierbei noch um einiges mystischer und dunkler ausfallen lässt, sind die ausgezeichneten Keyboards, welche darüber hinaus oft eine sehr majestätische Atmosphäre fabrizieren, die derselben bei Dimmu Borgir nicht sehr unähnlich ist.

Allerdings sollte Frontmann Infaustus nicht unerwähnt bleiben, denn auch dieser zeigt sich sehr vielseitig und keift nicht nur, als ob er vom Leibhaftigen persönlich verfolgt werden würde und zeigt sich alleine in diesem Metier sehr vielseitig, sondern bringt auch des öfteren Spoken Words Passagen, als auch Growls mit ein, so dass auch im Bereich des Gesangs passend zur Musik viel Abwechslung geboten wird.

Fazit: Wenn mal ein Nebenprojekt so „nebenbei“ eins der wohl stärksten Black Metal Alben des Jahres veröffentlicht, macht mich das schon irgendwie nachdenklich! Aber letztendlich gilt: Das Endergebnis zählt! Im Falle von Blackwinds „Flesh Inferno“ ist das wirklich sehr gut ausgefallen, so dass Fans von oben genannten Bands unbedingt mal hier reinhören sollten!

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