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BlackShore: Chaos Of The Nekrotyrant

Nicht ganz so gut wie „Railway…“, aber immer noch bitterböse
Wertung: 7/10
Genre: Black Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 16:34
Release: 17.12.2010
Label: Düsterwald Produktionen

Im März 2010 war es, als der The-Pit.de-Redaktion, und damit im Speziellen der Verfasserin dieser Zeilen, das BlackShore-Album „Railway To BlackShore“ auf den Tisch flatterte - oder eher knallte, denn die düster-fiese Mischung aus Black Metal und Punk’n’Roll-Passagen krachte und zündete an allen Ecken und Enden. Nun gibt es den sehr raren, weil limitierten EP-Nachfolger „Chaos Of The Nekrotyrant“, auf die Ohren. Das Scheibchen kommt mit gerade mal vier Songs und einer knappen Viertelstunde Laufzeit ums Eck, ist aber dafür ein Schmankerl für Sammler: Lediglich 300 Exemplare der Vinyl-Scheibe gibt es zu erstehen.

Diese Limitierung erinnert natürlich stark an all die Old School-Bands, die Mitte der Achtziger und bis in die Neunziger hinein ihre Platten und/oder Tapes in minimalster Zahl produzierten. Lustigerweise erinnert nicht nur die Limitierung, sondern auch der Sound der neuen EP an die alten Haudegen der Zunft, wie beispielsweise Bathory, zu denen BlackShore ja ohnehin nicht erst seit dem Quorton-Tributesong „Empire Ov Ashes“ vom letzten Album ein besonders inniges Verhältnis zu haben scheinen. „Chaos Of The Nekrotyrant“ kommt dreckig, rotzig und unwillig daher, als hätte man den drei Musikern die Instrumente vor den Bauch geschnallt und gesagt: „Spielt oder sterbt!“. Mit ein Grund vielleicht, warum Hades so tierisch genervt klingt – aber, und das ist der Witz daran: Im Gegensatz zu vielen anderen Schwarzmetall-Sängern kauft man ihm diese grundsätzliche Unlust, gepaart mit völliger Angepisstheit, auch noch ab.

„Rise Of The Nekrotyrant“ startet direkt mit einem Brunftschrei sondergleichen und herrlich unproduziertem Geschredder. Dabei passen die Instrumente aber trotzdem irgendwie zusammen. Zwar ist Hades’ Gesang eine Spur zu weit im Hintergrund, aber wenigstens sticht nichts unangenehm hervor. Dass der gute Mann seit „Railway To BlackShore“ noch nicht verlernt hat, wie man den Hörer verbal zur Sau macht, während man im nächsten Moment völlig gestört ins Mikro kreischt, ist ein wahrer Segen, denn die Musik der Lübecker lebt, neben dem mitreißenden Sound, vor allem von der unheimlich guten Stimme ihres Fronters.

Headbangen ist hier nicht etwa eine Nebenbeschäftigung, sondern wird schon durch „Black Vomit“ zur Königsdisziplin erhoben. Ein bisschen nach Motörhead im Schwitzkasten des Black Metal klingen BlackShore hier, und spätestens bei „Bitch Grinding Metal“ dürfte auch dem Letzten die unüberhörbare Rock’n’Roll-Komponente aufgefallen sein. Der Song mausert sich von Anfang an zu einer Mitgröhlhymne für die Fans, denn den Refrain kriegt man selbst im größten Suff noch auf die Kette. Der Rausschmeißer „Chaos Of The Nekrotyrant“ berichtet uns von den nächsten Schandtaten des Nekrotyrannen und kommt sogar noch eine Spur unproduzierter daher, als seine Vorgängersongs. Zwar stolpert der Rhythmus zwischendurch ein klein bisschen, aber das dürfte eingefleischte Fans wenig stören und auch sonstige Sympathisanten der Band dürften sich eher über das Rock’n’Roll-/Garagenfeeling freuen, als sich darüber zu beschweren. Zwar bietet „Chaos Of The Nekrotyrant“ nicht den Standard der „Railway…“-Scheibe, aber der unverbesserliche Charme von BlackShore wurde trotzdem ziemlich gut eingefangen. Sieben Punkte für 16 Minuten rohe Black Metal-Power.

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