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Blackmore's Night: Winter Carols

Eine Fortsetzung in 2007 wünschenswert
Wertung: 9/10
Genre: Medieval, Renaissance Rock
Spielzeit: 42:40
Release: 24.11.2006
Label: AFM Records

Blackmore’s Night „Winter Carols“ oder: Ist denn heut’ schon Weihnachten? Hat einer von Euch eine Ahnung, wie schwer es ist, sich mit einer tollen CD voll weihnachtlicher Musik auseinander zu setzen. Alle Versuche meine Familie zu einem vorgezogenen Adventsnachmittag zu verleiten, sind fehlgeschlagen. Sie haben mich milde belächelt, getreu dem Motto „Der Alte spinnt...“.

Also muss Plan B her. Der funktioniert so: KO – Tropfen von einem Freund besorgt und ab ins sonntägliche Mittagessen. Die Family schlummert in Sekunden ins Reich der Träume und ich habe jetzt genug Zeit. Alle werden gefesselt und so verschnürt, dass sie nicht fliehen können. Dann verfrachte ich sie in unser Wohnzimmer. Weihnachtsdeko aus dem Keller holen, dekorieren, rein ins Weihnachtsmannkostüm. Nun müssen die Verweigerer nur noch wieder erwachen und dann beginnt sie – meine Rache und „Folter“.

Na endlich, die Ersten schlagen die Augen auf, stöhnen sanft (das ist Musik in meinen Ohren) und wundern sich über ihre „Verpackung“ und die weihnachtlich geschmückte gute Stube.

Die Playtaste gedrückt – „SAW“–Teil III kann beginnen. „Hark The Herald Angels Sing/Come All Ye Faithful” macht den Anfang und versetzt mich umgehend in meine Kindheit zurück. Ein riesiger Tannenbaum in unserem Wohnzimmer strahlte im Glanz von Lametta, Kugeln und richtigen Kerzen. Wunderschöne Hörnerklänge (vermutlich aus den Keyboards gezaubert) erzeugen eine friedlich verträumte Stimmung. / Meine Familie rollt geschlossen mit den Augen und wünscht mir vermutlich die Pest an den Hals – sei’s drum / Als Ritchie’s elektrische erklingt, lauscht man erstmals andächtig. Nahtlos geht es in das sehr mittelalterliche „I Saw Three Ships“ über, das getragen von einer fröhlich trällernden Flöte zum beschwingten Tanze einlädt. Ich kann der Einladung nicht widerstehen. / „Winter (Basse Dance)“ – ein Instrumental reiht sich ein und Meister Blackmore zeigt einmal mehr seine Meisterschaft auf den sechs Saiten. Grandios! Ruhig geht es weiter, Candice stimmt das von Glockengeläut unterlegte „Ding Dong Merrily On High“ an. / Als der Song etwas munterer wird, winden sich meine Töchter gequält, während meine Frau ein Leuchten in den Augen hat (hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich ihnen die Münder zugeklebt habe, damit sie still sind) / „Ma–O–Tzur“ schließt sich an und ist nach zwei Minuten zwanzig viel zu früh zu Ende. Nächster Gast ist „Good King Wenceslas“ ein allseits bekanntes Weihnachtslied aus dem englischen Sprachraum, das auch schon von Loreena McKennitt gekonnt inszeniert worden ist. / Meine Family erinnert sich an den Titel und ist überrascht / In dieser Fassung werden massenhaft Bläser aus den Keyboards gezaubert, die hervorragend zur weihnachtlichen Stimmung passen. Die nächste Einladung zum festlichen Tanz ist „Lord Of The Dance/ Simple Gifts“. Sehr schön beschwingtes Liedchen. Wir haben uns eine Pause verdient. „We Three Kings“ (genau die eiligen drei Könige) tauchen auf, die Trompeten erschallen und verkünden ihre Ankunft. Abgerundet wird das Ganze durch einen Schuss irische Folklore. / Ich bin völlig verzückt, meine Frau auch, unsere Töchter wirken abwesend und sinnen wohl gerade über ihre Rache nach / „Wish You Were Here“ – das allseits bekannte wunderschöne Liebes-/Winter-/Weihnachtslied erklingt. Herr Blackmore glänzt erneut auf seiner Fender Stratocaster. Bravourös! Es bleibt festlich. „Emmanuel“ schwebt aus den Boxen. Mit „Christmas Eve“ erschallen erneut Trompeten (Gleich erscheinen die Engel!). Oh, Du schöne Weihnachtszeit. / gleich sind meine „Gefangenen“ erlöst, aber sie wissen es noch nicht / Zum Ausklang erklingt „We Wish You A Merry Christmas“ in einer Kurzfassung. / der Spuk ist vorbei, meine Töchter schauen gequält drein, meine Frau umgibt ein hauch von Glückseligkeit /

Ritchie und Candice haben eine sehr stimmungsvolle CD mit klassischen englischen Weihnachtsliedern vollbracht, die allen zu empfehlen ist, die solche Musik mal in einem anderen Gewand hören möchten.

Fazit : Da es sicherlich mehr als 12 englische Weihnachtslieder gibt, wäre eine Fortsetzung in 2007 wünschenswert.

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