Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Blackfield: Open Mind – The Best Of Blackfield

Braucht man eher nicht
keine Wertung
Genre: Art Rock, Pop-Rock
Spielzeit: 58:26
Release: 28.09.2018
Label: KScope

Im letzten Jahr brachten Blackfield ihr fünftes Studioalbum heraus, das zumindest den Verfasser dieser Zeilen nach wie vor begeistert und das immer noch häufig auf der täglichen Playlist erscheint. Dass eine Band, die vornehmlich Songs von plus/minus drei Minuten Länge im Repertoire hat, nach fünf regulären Alben eine Compilation herausbringt, ist natürlich nichts Ungewöhnliches, die Frage stellt sich nur immer, wer das kauft.

Best-ofs sind im Prinzip stets eine persönliche Angelegenheit; so mancher wird durch ein gut gemachtes Best-of zum Einsteiger in das Schaffen einer Band und insofern haben solche Zusammenstellungen natürlich schon ihre Berechtigung – ich bin zum Beispiel Fan von Deep Purple und Blue Öyster Cult durch wirklich tolle Greatest Hits-Kollektionen geworden und erst danach in den kompletten Backkatalog dieser beiden Ausnahmetruppen eingetaucht.

In diesem Fall ist es nun umgekehrt und da ich alle fünf Alben sehr häufig gehört habe, erscheint die Songreihenfolge seltsam; man ist es nicht gewohnt, dass zum Beispiel nach „Blackfield“ plötzlich „Family Man“ und dann wiederum plötzlich „Open Mind“ ertönt. Daran kann man sich gewöhnen, muss man aber nicht – man kann auch die regulären Platten hören. Dieses 15 Tracks starke Best-of bietet absolut keinen Anreiz für einen Kauf, es gibt keine neuen Stücke oder etwaige bisher unveröffentlichte Liveversionen (vielleicht aber auch gut so, sonst würde jeder, der alle regulären Alben besitzt, ja gleich wieder über Ausverkauf schimpfen) und die Songauswahl ist jetzt auch noch nicht einmal besonders ausgewogen.

Klar, solcherlei fällt bei den zahlreichen Hits nie leicht und Songs wie „Blackfield“, „Once“, „End Of The World“ oder die eindringliche Pianoballade „October“ sind Pflicht, doch es fehlen auf der anderen Seite Perlen wie „Miss You“, „This Killer“ oder „The Jackal“ – man kann sich da sicherlich trefflich drüber streiten. Dass das vierte Album, das wohl bei fast allen Fans als das schwächste gilt, mit lediglich einem Song bedacht wird, ist nicht wirklich eine Überraschung, warum dies mit „Faking“ aber nun der so ziemlich langweiligste Track der Platte sein musste, verstehen wohl nur Steven Wilson und Aviv Geffen. „Jupiter“, „Pills“ oder „Springtime“ wäre da eine nachvollziehbarere Wahl gewesen.

Langer Rede, kurzer Sinn: Diese Scheibe braucht absolut niemand. Schon gar nicht in der heutigen digitalen Zeit, wo man bei YouTube reinhören kann, ob einem eine Band gefällt oder nicht. Als ich damals besagte BÖC- und Deep Purple-Compilations entdeckte, hab ich in den Linernotes noch die Geschichte der Bands nachgelesen und so Wissen angeeignet, denn mal schnell bei Wikipedia nachsehen gab es halt nicht, und bei YouTube eine Combo abchecken war erst recht nicht drin. Wer also den Blackfield-Kosmos erforschen möchte, ist besser beraten, direkt mit den richtigen Alben anzufangen, am besten auch direkt in chronologischer Reihenfolge. Und Fans haben ja eh bereits alle Songs auf CD oder Platte.

comments powered by Disqus

Erneut eine eindrucksvolle Bewerbung um den Titel „Konzert des Jahres“

Vom pinkfarbenen Cover hin zum Boxen

Das Wandern ist des Metallers Lust

Refuge, Teutonic Slaughter und Kadaverficker beim Saunafest