Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Black Wedding: 11000 Virgins

Orientalische Mittelaltermusik
Wertung: 5/10
Genre: Orientalischer Mittelalter-Neo-Klassik-Folk
Spielzeit: 48:00
Release: 06.10.2008
Label: Machineries Of Joy

Was kommt dabei heraus, wenn man Pagan Folk, Neoklassik, Ambient, Etheral, Mittelalter und orientalische Musik zusammenmixt? Ganz klar: Black Wedding. Diese Formation gibt es schon mehr als zehn Jahre und dennoch ist „11000 Virgins“ das Debüt-Album der Band – verständlich, denn es ist sicher schwer mit dieser Musik einen Label-Deal zu bekommen.

Nachdem man nun also so lange Zeit hatte an den Songs zu feilen, erwartet man logischerweise vielschichtige, bis ins kleinste Detail überarbeitete Songs – und liegt damit ganz falsch. Die Songs sind allesamt eher minimalistisch gehalten, bedienen sich bei den vorhandenen Klängen jedoch allerhand Genres. So findet man Synth-Bass-Spuren aus dem modernen EBM, chorale Kirchengesänge, die an so manchen Film erinnern oder auch orientalische Melodien, die ja ganz anderen Tonleitern, -systemen und Intervallen unterliegen als die Musik der westlichen Welt.

Bei „Unde Quocumque“ bekommt man den Eindruck, dass Mönche in stiller Formation durch ein Kloster flanieren, bis dann Dudelsack-ähnliche Klänge an einen Schotten erinnern lassen, der wiederum auf Grund von klassischen Mundharmonika-Klängen durch das Bild eines einsamen Cowboys ersetzt wird, während sich mir bei „De Patria“ viel mehr das Bild einer prähistorischen Landschaft bzw. eines urzeitigen Sternenhimmels aufdrängt.

Das „Studium Divinitatis“ ist eine Mischung aus Electro und mittelalterlichen Tönen und klingt wie eine alte Demo-Aufnahme von Heimaterde, wohingegen „Deus Enim In Paria“ auch ein gewöhnungsbedürftiges Instrumental von Subway To Sally hätte sein können. Die „Kyrie“ klingt wie eine billige Technodemo, ganz im Gegensatz zu dem Stück, indem die bandeigene Sopranistin ihr Können beweist, „Aer Enim Volat“, das ohne Probleme Teil des Soundtracks zu Assassins Creed hätte sein können.

Bei „11000 Virgins“ handelt es sich um ein durchwachsenes Album, das von einer Sekunde zur anderen zum Träumen einlädt, sich dann aber wieder nach einer unausgereiften Electro-Demo anhört. Wer eine mittelalterliche CD zum Entspannen sucht oder etherale Klänge bzw. chorale Kirchengesänge mag, sollte einmal ein Ohr riskieren, ansonsten kann man mit der CD vermutlich kaum etwas anfangen.

comments powered by Disqus

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging