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Black Thoughts Bleeding: Tragedy Of Evolution

Hoffnungsträger aus dem deutschen Metalcore-Underground
Wertung: 99/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 11:35
Release: 30.11.2006
Label: Eigenproduktion

Manchmal muss man sich regelrecht schämen, wenn man mit lokalen Bands in Kontakt kommt, dabei feststellt, dass diese wirklich einiges auf dem Kasten haben, man aber komischerweise nie etwas von ihnen gehört hat. Black Thoughts Bleeding gehören zu jenen Kapellen: Geboren aus dem Umfeld von Bands wie Koroded, Circle Of Grin und den sträflichst unterbewerteten New Noise Crisis, präsentiert sich das Quintett aus NRW mit einem ziemlich rifflastigen Core-Gemisch, welches sowohl dezente Emo-Passagen (Gesang) als auch den fetten Punch des Bay Area-Thrashs (wenn auch wahrscheinlich unbewusst) musikalisch aufarbeitet.

Auf dem ersten Output, einer recht knappen 3-Track-EP, leistet die Band allerdings schon mal echte Überzeugungsarbeit. Ist der Opener „Hearts Got Broken“ noch ein wenig mit der Brechstange durchgeboxt und nicht sonderlich auffällig arrangiert, gibt es in den folgenden Minuten richtig starken, breaklastigen Stoff, der dem (inter)nationalen Metalcore-Publikum auf Anhieb gefallen sollte.

Zugute kommt den Jungs dabei, dass bei der musikalischen Einordnung zunächst einmal kein Vergleich greifen will. Man agiert zwar melodisch, nutzt dieses Element aber nicht, um die Songs im Einheitsbrei zu verheizen. Ebenso bedient man die HC-Szene mit stampfenden Gitarren, ruht sich aber auf den satten Grooves der Rhythmusabteilung nicht aus. Anlagen, sich baldigst in der hiesigen Szene zu behaupten, sind also zweifelsohne vorhanden.

Fazit: Anlässlich einer solch schmalen Veröffentlichung sei aber noch kein finales Urteil über die Qualität der Rheinländer erlaubt. Die ersten Eindrücke sind allerdings schon mal überzeugend und vielversprechend – und machen den Rezensenten auch irgendwie stolz, dass man auch im westfälischen Ländle noch sehr interessante Newcomer findet. Auch wenn es, wie gesagt, beschämend ist, dass man erst an dieser Stelle zum ersten Mal von ihnen hört…

Übrigens: Auf der Band-Homepage gibt es alle drei Songs der EP zum kostenfreien Download. Auf geht’s!

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