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Black Spiders: This Savage Land

Endlich ein Earcatcher von der Insel
Wertung: 8,5/10
Genre: Heavy Rock/ Alternative/ Punk Rock
Spielzeit: 44:28
Release: 25.10.2013
Label: Listenable Records/ Soulfood

Auf Tour mit Airbourne, Support für Volbeat, Danzig, Ozzy Osbourne und weitere namhafte Bands, dazu zahlreiche Shows auf Festivals, die hierzulande ein Begriff sind, da bahnt sich also was an im Staate Black Spiders, die sich nun anschicken, mit dem neuen Album „This Savage Land“ gleich noch eins drauf zu setzen, was den Erfolg betrifft, was insofern schwer fallen wird, da sie sich schon mit dem Debüt „Sons Of The North“ über mehrere Wochen in den Rockcharts einnisten konnten.

Bei dem Terminus „Charts“ dürften dann vielleicht auch schon die warnenden Nackenhaare zu Berge stehen, doch soviel sei schon hier verraten: Mit weichgespültem Mist hat man es hier nicht zu tun, rotzen die Inselvertreter doch gut mit bratenden Gitarren an den Radiohörgewohnheiten vorbei. Und wenn man noch einen Beweis dafür benötigt, dass Black Spiders Großes vorhaben, dann dürfte das einleitende Zitat für den Opener „Knock Ya Out“ gleich aufhorchen lassen: „Let there be drums…let there be guitar“ – na, wer denkt da nicht gleich an AC/DCs „Let There Be Rock“ von 1977. Geboten wird hier ein feiner, wuchtig nach vorn bratender Heavy Rocker mit eindeutigen Punkwurzeln, was schon früh ein erstes Obachtzeichen setzt.

Das Black Spiders-Gesicht ist aber deutlich vielschichtiger, als man vielleicht vom Opener her meinen könnte, auch wenn sich beim anschließenden Anspieltipp „Stick It To The Man“ schon zu bestätigen scheint, dass ein weiterer punk’n’rockiger Reißer, der keine Gefangenen macht und sich locker an der US-Westküste wohl fühlen könnte, wenn sich Turbonegro dort ein neues Domizil suchen würden, vorliegt. „Trouble“ dagegen bietet eher eine Menge 70er-Flair irgendwo zwischen purpleschem Hard Rock und sanften ZZ Top, das deutlich schneller daherpreschende „Teenage Knife Gang“ kommt auch ohne Lemmy aus und ist ein weiteres heißes Eisen im Black Spiders-Sound.

Deutlich getragener mit sanftem Down-Under-Riffing, Punkrotz, ein wenig Danzig-Stimmung und Honky-Tonk-Einsprengseln tönt das pralle „Balls“. Noch getragener mit einer Spur Düsternis schleppt sich „Young Tongues“ aus den Boxen und von jugendlich überschäumender Frische ist weit und breit nichts zu spüren, „Creatures“ dagegen dürfte sicherlich auch von einigen Grunge-Gruppen der Marke Soundgarden inspiriert worden sein, nur das Hörspielende wie von der Schatzinsel zerstört ein wenig den guten Eindruck. Bei „Put Love In Its Place“ kommen erste Zweifel auf, ob die Briten denn vielleicht schon ihr Pulver verschossen haben, doch nachdem die balladeske Sülzerei immer wieder unvermittelt mit herben Gitarrenbreaks ausradiert wird, wendet sich der Track doch noch zum Guten und wird nicht zur erwarteten Radio-Quoten-Diva.

Eine Menge Vergleiche sind hier aufgezählt, da könnte man meinen, dass die Alternative/Heavy-Rock/Punk-Rock-Mischung aus allen Fugen geraten würde – dem ist aber nicht so, denn Black Spiders haben die notwendige Rezeptur ausgegraben, um aus den ganzen Zutaten ein durch und durch fett rockendes Album herzustellen. Dabei kommt doch gerade in diesem Subgenre dermaßen viel Mist von der Insel über den Kanal geschippert, das einem schlecht wird. „This Savage Land“ ist die Pille gegen das bittere Aufstoßen, gegen den muffigen Britengeschmack, gegen den ätzenden Refluxschmerz im Speisetrakt. Volle Empfehlung, denn der zweite komplette Rundling der Black Spiders kann es einfach, ein fett krachender Earcatcher aus dem Königreich.

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