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Black Sheriff: Night Terrors

Partykompatibler Punkrock
Wertung: 7/10
Genre: Hard Rock, Punk Rock
Spielzeit: 36:41
Release: 09.11.2012
Label: Rookie Records

Ohne ein bekanntes Gesicht in den Black Sheriff-Reihen wäre sicherlich der Fokus seitens The-Pit.de noch lange nicht auf diese Kölner Truppe gefallen. Die Rede ist hier von Gitarrist Doc B. Danger, der vor einigen Jahren auch mal bei Motorjesus spielte und vielleicht kann sich auch noch jemand an The Fyredogs erinnern, die allerdings auch schon wieder 2010 letztmalig mit dem Grave Digger-Frontmann Chris Boltendahl auf sich aufmerksam machten.

So vergeht halt die Zeit, und auch Black Sheriff sind schon gute fünf Jahre aktiv, wie die Biographie verrät, wobei "Night Terrors" auch gar nicht ein erster Lebensbeweis ist, sondern schon das dritte Album darstellt. Offenbar scheint sich die Truppe mit vorliegendem Album auch ganz gerne zwischen die Stühle von Punk und Metal zu setzen, glaubt man zumindest den Kommentaren, die so im Netz zu finden sind.

Gut, ein paar zarte Motörhead-Zitate sind nach tieferer Betrachtung zu finden, doch auch wenn die Jungs „Flyin High“ mit dem ZZ Top'schen „La Grange“ einleiten, so ist das noch immer kein Beleg für Metal – Rock allemal, was aber auch schon durch die Stilrichtung Punkrock abgedeckt ist. Und wenn wir die Beweiskette noch erweitern wollen: „Now That You’re Gone“ endet mit einem natürlich weltbekannten Deep Purple-Riff und wird von der Band auch absichtlich so eingebaut. Doch Metal ist das noch immer nicht, weder das Gitarrensolo in „Need A Drink“ noch der Titeltrack „Night Terrors“. „Be Your Man“ unterliegt schön dem AC/DC-lastigen Boogierhythmus, wobei „AC/DC Sunday“ vom Namen eher die Herkunft implizieren würde, „Crucify“ dagegen ist mit einem maidenesken Riff unterfüttert, verlässt aber nicht die punkige Basis.

Mehr als 35 Minuten Gute-Laune-Punk-Rock (wo auch immer die ständigen Metalvergleiche herkommen, ist eigentlich unverständlich) sind auf dem dritten Album zusammengekommen, und vor allem die schön aggressiven und schnelleren Songs wie „Night Terrors“ (mit kurzem und knackigem Refrain zum Mitschreien) oder das mit leichten Jingo De Lunch-Feeling ausgestatte „Last Night“ können punkten. Der Opener „Turn Me On“ gehört zu den Songs, die schon beim ersten Hören direkt ins Blut gehen, sich aber im dritten Drittel auch gerne wiederholen und schnell abnutzen.

Wer mag Gluecifer? Oder The Bones? Wer steht generell auf partykompatiblen Punk Rock? Tja, diese Zielgruppe dürfte sich auch locker mit Black Sheriff anfreunden können. Die Kölner haben zwar die Originalität nicht gerade mit ganzen Suppenkellen ausgelöffelt, doch neben einigen wenigen typischen Langeweile-Standard-Punkrock-Songs haben sich aber auch ein paar schöne, fröhliche Ohrwürmer eingenistet. Und auch wenn man sich immer wieder dabei ertappt, doch den einen oder anderen Part schon einmal gehört zu haben, dann liegt man sicherlich nicht falsch, doch die hörbare Spielfreude macht diesen Eigenkreativitätsmangel schnell wieder wett.

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„Wenn man so viel Zeit zusammen in einem Raum ohne Fenster verbringt, dann sollte man sich sehr gut verstehen…“

„Mit dem Internet kommt automatisch eine Art geistige Zurückgebliebenheit“

„Der Sound soll zukünftig zum Teil schon ein bisschen kantiger und auch härter werden“

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