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Black September: Into The Darkness Into The Void

Da hapert es an allen Ecken und Enden
Wertung: 4.5/10
Genre: Death Metal, Black Metal
Spielzeit: 42:49
Release: 25.09.2012
Label: Prosthetic Records

Bei den Recherchen zu Black September geht ein stiller (na ja, gut, erschreckend lauter) Aufschrei durch die Schreiberin dieser Zeilen: nationalsozialistischer Black Metal aus Holland! Und das bei uns! Aber nein, weit gefehlt: Die hier vorliegenden Black September kommen aus Chicago, Illinois, und propagieren nicht etwa braunen Blödsinn, sondern knallharten Death Metal mit Schwarzwurzeleinschlag. Gerade noch mal Glück gehabt. Auch textlich haben die Amis mit den niederländischen Kollegen nichts am Hut - zwar geht es hier durchaus auch mal kriegerisch zu, aber eben à la Todesmetall.

Seit gut sechs Jahren fuhrwerkt die Combo im Untergrund herum, herausgekommen sind bislang das "Contortion"-Demo im Jahre 2007 und, verteilt auf die folgenden zwei Jahre, der EP-Dreier "Tide Of The Storm", "Hordes Of Flesh And Bones" und "The Sermon Of Vengeance". Das Full-Length-Debüt "The Forbidden Gates Beyond" wurde vom Kollegen Seitz als "leicht überdurchschnittlicher Rumpelmetal" betitelt, was man recht gut nachvollziehen kann, wenn man den Nachfolger "Into The Darknes Into The Void" zum ersten Mal hört - soundtechnisch haben sich die Amis hier nämlich nicht unbedingt ein Bein ausgerissen, um den gemeinen BM-Fan zu befriedigen. Andererseits ist selbiger wahrscheinlich Genre-bedingt schon einiges an Katzenjammer und Hintergrundrauschen gewöhnt.

Nun weiß man nicht so recht, ob man die Band mehr in die Death- oder Black-Metal-Schublade stecken soll. Von Song zu Song scheinen sich Black September neu zu entscheiden, welchen Stil sie bevorzugen - schrammelt beispielsweise "Invocation" mit fiesen und vor allem fies schlecht aufgenommenen Gitarren geifernd-schwarz daher, kann der erste "richtige" Song "Solitude" allerdings mehr mit einer rasanten Death-Schippe punkten. Ja, ich sage "punkten", denn überall wo Death Metal durchscheint, kann man sich wirklich über Spaß in den Backen bei der Band freuen, wenn auch der Sound immer noch bescheiden ist. Die Black-Metal-Schiene mag man auf "Into The Darkness Into The Void" allerdings lieber ausklammern, denn so richtig geil kommen die Amis da nicht daher. Irgendwann hat man vor allem bei den Vocals grundsätzlich das Gefühl, Sänger Jen würde irgendwo im Schlamm stehen und verzweifelt versuchen, sich frei zu brüllen (war der auf dem diesjährigen WOA? - Anm. d. Red.). Dabei ist der Kerl gar nicht mal übel, nur an der Umsetzung hapert's. Andererseits haben Black September so natürlich einen gewissen Wiedererkennungswert - ob das allerdings so beabsichtigt war, ist natürlich die andere Frage.

"Beyond The Realms" hat dann an sich einen richtig geilen Rhythmus, aber irgendwie klingt der Song, ähnlich wie der Rest der Scheibe, einfach nur wie durch den Soundmixer gedreht. Furchtbar kotzige Vocals treffen auf überlaute Gitarren im Refrain und eine Bassdrum, die tatsächlich das komplette restliche Instrumentarium übertönt, inklusive Gesang. Differenziertes Hören? Fehlanzeige! Vielleicht wollten die Amis den Hörer ja hypnotisieren mit ihrem Geschrubbe - man munkelt, besser wird die Bewertung dadurch aber sicherlich nicht.

Letztendlich kann ich mich dem Kollegen nur anschließen: Spaß macht das hier wenig. Mehr als 4,5 Punkte haben die Amis bei mir nicht verdient; nicht, weil sie nichts können - sondern weil sie es schaffen, eigentlich recht gute Arrangements komplett versumpfen zu lassen. Zu schade, wenn viele jüngere Fans dann meinen, dass Black Metal so klingen muss.

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