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Black Salvation: Lunia...

Gelungenes Debüt
Wertung: 6/10
Genre: Doom-Rock, Psychodelic
Spielzeit: 60:22
Release: 11.09.2011
Label: Karge Welten Kunstverlag

„Lunia…“ ist die Debütscheibe der Leipziger Band Black Salvation. Mit vier Songs als EP ausgeschrieben, erlebt man hier schon die erste Überraschung, denn die Laufzeit ist mit 60 Minuten durchaus sehr anständig und lässt jetzt schon Fragen aufkommen, in welche Länge sich ein Debütalbum von ihnen ziehen könnte. Dass es dieses irgendwann geben wird, scheint auf Grund der gehörten Leistung eigentlich außer Frage zu stehen. Musikalisch ist der Pressling eine gelungene Mischung aus Doom-Rock und Psychedelic und erzeugt damit eine recht düstere Grundstimmung. 

Mit „Inhale Lucifer“ erfolgt der niederdrückende Einstieg in die EP. Schleppende Gitarrenklänge eröffnen und der Gesang von Paul zieht sich wie kriechender Nebel durch das gesamte Stück. Beginnt der Song recht ruhig, erfährt es nach dem ersten Drittel eine leichte Temposteigerung und zeigt gefällige, trance-artige Frequenzen. Langsame Rhythmuswechsel folgen und es scheint sich das Ende des Songs anzudeuten, um mit schweren Gitarrenriffs doch noch einen weiteren Schritt zu gehen. Bass und Schlagzeug ziehen und drücken abermals langsam hinab, während die Gitarrenriffs für sphärische Klänge sorgen.
Scheinbar übergangslos schließt sich der Titel-Track an, der ein reines Instrumentalstück darstellt. Sehr ruhig und gleichförmig gehalten, kann „Lunia“ dennoch Atmosphäre erzeugen, die durch die lang aushallende Gitarre untermalt wird.

Mit „Doomed Utopia“ schließt sich ein Song an, der stellenweise etwas eintönig wirkt. Bis Mitte des Titels überkommt durchaus das Gefühl, dass es sich um Wiederholungen handelt. Stellenweise wirken einige der Passagen fast schon langweilig, auch wenn durchaus wieder belebende Gitarrenriffs zu hören sind. Der nur partiell vorkommende Gesang, steuert allerdings einen bereichernden Anteil bei. Mit gequält und klagender Stimme vorgetragen, erzeugen Black Salvation eine melancholische Stimmung, die ein seicht ausklingendes Ende einzuläuten scheint, sich dann aber nochmals kraftvoll aufbaut. Das letzte Drittel von „Doomed Utopia“ wirkt recht belebend, auch wenn man sich wünschte, dass dieser Part schon etwas zu hören sei. 

Beim abschließenden Stück „Ghosts Of Dying Time“, was mit 22 Minuten auch eine sehr respektable Länge vorweist, ergibt sich eigentlich wieder das gleiche Problem. Anfangs ruhig, fast schon wieder eintönig werdend, setzt dann ein experimenteller Stil ein, der es durchaus in sich hat und einen noisigen Charakter annimmt. Dieser Endpunkt hebt sich somit von den restlichen Stücken noch einmal ab und bringt einen weiteren interessanten Einfluss. Sicher dürfte dies auch nicht Jedermanns Geschmack sein, aber um die Platte zu hören, sollte man eh Liebhaber dieses Genre sein. 

Live eingespielt, hat die Scheibe alles andere als einen perfekt geschliffenen Sound und dies ist verdammt angenehm. Nichts wirkt glatt, die Stücke behalten ihre Rauheit und den Hauch von Straße, Garage und verrauchten Clubs, den man leider immer seltener hört. Störend hingegen wirkt, dass die Songs doch ähnlich vom Schema sind. Leider fehlen meist Spannungsbögen in den ersten zwei Dritteln, was den Silberling doch in die Kategorie „gut zum nebenbei hören“ bringt. Vorzeitiges ausschalten kommt allerdings nicht in Frage, denn es handelt sich um ein wirklich gelungenes Debüt. 

Black Salvation bieten eine interessante Mischung aus verschiedenen Stilen an, die sicher von Fans von Doom, Psychedelic- und Stoner-Rock am besten aufgegriffen wird. Man darf gespannt sein, was die drei Herren aus Leipzig demnächst von sich hören lassen und freut sich schon auf den Tag, wenn ihr Debütalbum, welches eigentlich nur als Doppel-CD erscheinen kann, das Licht der Welt erblickt.

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