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Black Rain: Black Rain

Handwerklich gute und unterhaltsame Kost
Wertung: 6/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 58:26
Release: 27.04.2007
Label: Manitou Music

Zufälle gibt es ja bekanntlich viele im Leben. Ein eben solcher war es wohl auch, der seinerzeit die Herrschaften von Black Rain zusammenführte: So lernte man sich - laut offizieller Genesis - bei einem Live-Konzert der Glamrocker von Kiss kennen. Flugs wurden daraufhin noch einige weitere Gemeinsamkeiten entdeckt und man entschloß sich, mit Coverversionen von Mötley Crue, WASP und Twisted Sister erste musikalische Gehversuche zu unternehmen. Black Rain wart daraufhin geboren...

Glaubt man nun weiterhin der (leider doch recht mageren) Presseinfo, so fand die auf 500 Exemplare begrenzte Demo-CD “Twilight, Rain and Darkness“ recht schnellen und guten Absatz in der etablierten US Heavy Metal - Szene. Kurz darauf unternahm das Quartett um Sänger Swan ihre erste Konzerttour durch Japan und veröffentlichten nun - wieder heil und gesund zurückgekehrt - mit dem selbstbetitelten “Black Rain“ ihr Erstlingswerk in voller Albumlänge.

Zwar beinhaltet “Black Rain“ selbst keine Coverversionen, lehnt sich aber musikalisch gesehen dennoch nicht allzu weit aus dem Fenster. Black Rain bleiben bei ihrem Debüt sehr bodenständig und wenig experimentell. Zwar war es ihnen hörbar wichtig, eine gewisse Verschmelzung aus robustem US-Metal der alten Schule (a lá Guns n´ Roses und co.) und massiv-virtuosen europäischen Artgenossen (Stratovarius) einzugehen, aber dennoch nie über das anvisierte Ziel hinauszuschießen...

Und darin liegt vielleicht auch gerade die Crux von “Black Rain“: Elegische Gitarrensoli sind zwar beispielsweise immer wieder gerne gehört, doch sollte man es auch hier nicht unnötig übertreiben (nur um lediglich einzelne Songs über die 7-Minuten-Marke zu bekommen). Dass Leadsinger Swan einen gesanglichen Abklatsch von Axl Rose darstellt, ist verzeihlich und im Endeffekt vielleicht sogar eher förderlich für das diagnostizierte Gesamtkonzept des feurigen Quartetts (siehe die Symbiose aus US- und Europametal-Sounds).

Gut, allzu viel Tiefsinn sollte man angesichts von plakativen Titeln wie “Gods of Metal“ und “No life till Metal“ (letztgenannter inkl. lustvollem Orgasmusgestöhne im Hintergrund) natürlich nicht erwarten. Aber wer will das schon, wenn die Songs auch so ihre Pflicht erfüllen und eine tolle Stadienatmosphäre verbreiten? Ebenso erweisen sich “Winterwind“ und “Everything goes up in smoke“ als brauchbare Rockballaden für den wohlverdienten Feierabend und “Crystal Night“ schafft gar einen wirklich ordentlichen Spagat aus opulentem Rockepos und beachtenswerten Ohrwurmkandidaten.

Fazit: Sicherlich ist “Black Rain“ weder Maß aller Dinge, noch erfindet es das Genre des (melodiösen) Heavy Metals neu. Aber dennoch bietet es handwerklich gute und unterhaltsame Kost, die letztendlich einen doch ganz positiven Eindruck beim Zuhörer hinterläßt.

Allerdings sei der Truppe um Black Rain dennoch angeraten, sich zukünftig etwas mehr um eine eigene Identität zu bemühen. Schließlich kann man sich solch einen „Debütantenbonus“ auch nur einmal in seiner Karriere leisten...

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