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Black Peaks: All That Divides

Überzeugen auch auf zweiter Scheibe
Wertung: 8,5/10
Genre: Post-Hardcore/Alternative
Spielzeit: 48:05
Release: 05.10.2018
Label: Rise Records

2013 gegründet, avancierten die Briten Black Peaks mit ihrem Debütalbum „Statues“ direkt mal zu den Newcomern des Jahres 2016 und wurden mit reichlich positiver Kritik überschüttet. Seitdem sind gut zwei Jahre vergangen, die der Vierer vornehmlich dazu nutzte, das Erstlingswerk ausgiebig live vorzustellen. Allerdings muss tatsächlich noch etwas Zeit zur Verfügung gestanden haben, denn mit „All That Divides“ steht nun der Nachfolger bereit, bei dem man gespannt sein darf, ob er ebenfalls für solchen Hype rund um die Band sorgen kann.

Was die aus Brighton stammenden Herren mit dem Opener „Can’t Sleep“ vom Stapel lassen, scheint schon mal stark daraufhin zu deuten, dass man auch mit dem zweiten Album ordentlich Punkte sammeln möchte. Hier wird ein brachialer Einstieg geliefert, der eine gewisse Zerrissenheit widerspiegelt und dennoch stark auf melodische Akzente setzt. Hier, wie bei fast allen anderen Stücken auch, wird auf prägnante Gitarrenarbeit gesetzt, die man mit kräftigen Drum-Einlagen unterstützt. Vordergründige Basslinien zeigen sich hingegen recht selten oder in einer recht einseitigen Variante, welche im Fall von „Home“ allerdings prächtig funktionieren. Zudem handelt sich es bei diesem Titel um einen der intensivsten des Albums, insgesamt zwar deutlich ruhiger als der Rest, überzeugt er mit emotionalen Ausbrüchen, die den Hörer quasi mitleiden lassen.

„The Midnight Sun“ schlägt mit knapp sieben Minuten zu Buche und präsentiert sich dennoch unglaublich kurzweilig. Insgesamt wirkt das zweite Stück zwar deutlich eingängiger, schwankt allerdings auch zwischen ruhigen, melodischen Parts und noisigen Eruptionen, welche auf eine fließende Art und Weise miteinander verwoben werden. Ähnlich sieht es auch beim starken „Aether“ aus. Hier treffen Breaks, schleppende Gitarre und einschmeichelnde Passagen aufeinander und erzeugen einen guten Spannungsbogen. Getragen wird dies durch den unglaublich variablen Gesang von Will Gardner, der der Scheibe in puncto Qualität einen deutlichen Zugewinn beschert. Hier zeigt sich eine Stimme, die nicht nur markant und angenehm herüber schwappt, sondern verschiedene Stimmlagen ebenso gut meistert wie den Spagat von Klargesang, Screams und Growls. Gerade beim hingehauchten „Slow Seas“, welches auch noch dezent hymnische Züge annimmt, strömt Gardner eine starke Emotionalität aus.

Wenn man auf dieser Platte ein Manko ausmachen möchte, ist es das zwischenzeitlich aufkommende Gefühl, dass die Songs doch berechenbar wirken und sich stellenweise im Aufbau ähneln. So zeigen sich bei „Across The Great Divide“ doch leichte Ermüdungserscheinungen, die glücklicherweise bei den darauffolgenden Stücken schnell wieder aufgehoben werden. Speziell „Eternal Light“ zeigt sich doch etwas experimenteller als seine Gefährten und kann vor allem mit seinem abgefahrenen Beginn mitreißen.

Insgesamt liefern Black Peaks mit „All That Divides“ ein ausgefeiltes Album ab, welches mit Kreativität und Dynamik überzeugt. Damit dürften die Herren wohl die nächste Stufe auf der Post-Hardcore-Leiter nach oben gestiegen sein.

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