Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Black Messiah: Of Myths And Legends

In dieser Weise von keiner anderen Band dargeboten
Wertung: 7.5/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 51:48
Release: 17.11.2006
Label: AFM Records

„Bis jetzt wirkt es so, als würde das Album noch aggressiver und trotzdem noch melodischer als ‚Oath of a Warrior’ werden.“, beschrieb uns (inzwischen) Ex-Drummer Surthur von Black Messiah Ende letzten Jahres die Tendenzen der kommenden CD. Noch melodischer und gleichzeitig noch härter? Das klang schon letztes Jahr spanisch und dementsprechend gespannt durfte man auf das Endergebnis des Studioaufenthalts im Frühjahr diesen Jahres warten. Das Ziel, die „Of Myths And Legends“ bereits im Sommer in die Läden stellen zu können, konnte aufgrund der Suche nach einem neuen Label nicht eingehalten werden, aber inzwischen ist es soweit:

Kurz gesagt, haben Black Messiah das weitergeführt, was schon bei „Oath Of A Warrior“ mehr als nur angedeutet wurde: Der Kompass zeigt zum melodischen Pagan Metal und führt weg vom Black Metal. Die Keyboards sind bei Black Messiah 2006 erhabener als je zuvor: Das Instrument wird mal unterlegend als breiter Soundteppich, mal als melodiegebende Stimme eingesetzt, und das nicht schlecht! Gleichzeitig greift Sänger Zagan öfter zur Geige als je zuvor. Verglichen mit dem weniger majestätischen Vorgänger, ist der erste Eindruck dementsprechend auch ganz anders, als nach oben genanntem Zitat zu erwarten. Zwar wird hin und wieder im Hintergrund ganz schön geknüppelt, doch eine mit alten Songs vergleichbare Härte ist insgesamt nicht zu finden („The Bestial Hunt Of The Fenrizwolf“ ausgenommen). Dazu tragen auch die zwei Lieder „Sauflied“ und „Moskau“ (ja, ein Cover) bei, die – wer hätte das gedacht? – in die selbe Kerbe schlagen und mit dem Rest der Platte nicht wirklich vergleichbar sind. Zwei ungewohnt fröhliche und clean gesungene Partylieder, die aber trotz allem auch für die insgesamt fröhlichere Grundstimmung von „Of Myths And Legends“ sprechen. Als weitere Zeugen dafür zu nennen sind zum Beispiel „Howl Of The Wolves“ oder der instrumentale Song „Loki’s Tanz“. Dieser wird wieder von der Geige dominiert, statt von Gesang.

Die harten Tracks des Albums sind eher am Anfang der CD angesiedelt. Nach einem wahnsinnig epischen Intro knallt „Of Myths And Legends“ los. Hier halten sich die Keyboards noch ein wenig zurück, Ähnlich hart geht es dann auch mit „Irminsul“ weiter, während sich „Father of War“ etwas langsamer präsentiert. Das „Sauflied“ an fünfter Stelle markiert eine Wendung der Musik auf dem Album: Ab hier lassen sich meine Behauptungen, was die Härte und Grundstimmung angeht, am besten anwenden. „Erik, der Rote“ ist hier u.a. zu finden, der stärkste Song des Albums. Epischer als alles, was die Band bisher zu Stande gebracht hat, werden hier so ziemlich alle Stärken von Black Messiah 2006 vereint. Im Hintergrund ist auch die Mandoline wieder leise zu hören. Doch lange lässt der nächste Höhepunkt nicht auf sich warten: „Die Sühne des Feuerbringers“ ist ein eher wenig tiefgehender Song, der auf locker-fröhliche Weise brilliert. Zagan singt hier besonders emotionsgeladen – eine ungemeine Bereicherung für den Track. Nach „Moskau“ wird im Song „The Bestial Hunt Of The Fenrizwolf“ wie oben angesprochen noch mal richtig drauflosgeknüppelt. Erneut wird dem Hörer vor Augen (oder Ohren) geführt, dass auch dieses Gewand der Band gut steht. Besonders der rockige Mittelteil überzeugt, ansonsten wäre das Lied wohl auch auf der ersten CD „Sceptre of Black Knowledge“ nicht weiter aufgefallen. Außer in Sachen Produktionsqualität, denn die ist auf der neuen CD ebenfalls deutlich besser als bei den Vorgängern. Eine „Fortsetzung“ vom auf „Oath Of A Warrior“ einzig clean gesungenen Track „Feld der Ehre“ bekommt man nicht zu hören. Zwar gibt es zwei klar gesungene Lieder, doch sind beide von der Stimmung her von „Feld der Ehre“ Welten entfernt.

Was nach dem Hören von „Of Myths And Legends“ genau fehlt, ist schwer in Worte zu fassen. Seltsamerweise gefallen mir die harten Songs am Anfang nicht so sehr, wie die folgenden. Obwohl diese Härte das war, was Black Messiah meiner Meinung nach von einigen Pagan-Mitstreitern abgrenzte und sie doch zu etwas Besonderem machte. Den einen wird die heitere Grundstimmung nicht stören, den anderen dafür mehr. Klar ist, dass Black Messiah mit „Of Myths And Legends“ trotz allem einen Stil vorweisen, der bisher in dieser Weise von keiner anderen Band dargeboten wird.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna