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Black Light Discipline: Against Each Other

Qualitativ als auch quantitativ keine Bereicherung
Wertung: 4.5/10
Genre: Industrial Metal, Electropop
Spielzeit: 43:25
Release: 09.03.2012
Label: Danse Macabre Records

Manchmal kommt der Moment im Leben eines Schreiberlings, wo man sich denkt: „Wieso zur Hölle suche ich mir meine Promo-CDs eigentlich danach aus, ob mir das Cover gefällt?!“ Aus diesem und keinem anderen Grund landete die neue Black Light Discipline-Scheibe nämlich auf dem heimischen Schreibtisch. Man kann es recht schwer beschreiben, aber zusammen mit dem Titel „Against Each Other“ ergibt sich auf der Front das Bild dreier biomechanischer Spermien, die eine metallene Eizelle umkreisen. Vielleicht bin ich da auch fixiert und die Band lacht sich einen Ast, wenn sie das liest – da die Jungs aber aus Finnland kommen und wahrscheinlich den allseits beliebten und grottigen Google Translator zur Hilfe nehmen werden, um das Review zu verstehen, kann man dem Übersetzungsprogramm die Schuld für solche Späße geben.

Die Finnen um Sänger Toni vereinen auf dem zweiten Album laut Info beziehungsweise Internetpräsenz Elektropop und Industrial Metal. Davon stimmt so ziemlich alles – ja, es geht elektronisch zu und allein schon die Tatsache, dass die Jungs den Dancekracher „Self Control“ gecovert haben, unterstreicht dann auch die poppige Seite. Metal kann man zumindest in Spurenelementen vorfinden, obwohl die Gitarren größtenteils von widerlich nervig piepsenden Keyboards erschlagen werden. Ein schönes oder eher nicht so schönes Beispiel ist hier „Flies Over The Wreck“, bei dem nicht nur das Keyboard Tinnitus erzeugt, sondern auch die weibliche Co-Stimme irgendwie Assoziationen weckt, die wenig schmeichelhafte Vergleiche mit Bands wie Amaranthe heraufbeschwören.

Jetzt macht „Against Each Other“ insgesamt erst einmal keinen allzu positiven Eindruck – zunächst wirken die Songs zusammengewürfelt, außerdem klingen sie stellenweise schlicht wie Eurodance der Neunzigerjahre - ganz gruselig, wenn man sich auf eine Dark-Electro-/Industrial-Metal-Platte einstellt. Dabei lässt sich der Opener und Titeltrack gar nicht mal schlecht an – bis das merkwürdige Synthie-Geschwurbel einsetzt, gegen das auch Tonis irgendwie dünne Stimme nicht richtig ankommt.

„Red Rivers“ liefert erstmals einen erstaunlich Gitarren-lastigen Lichtblick mit verzerrtem Sprechgesang in den Strophen – nicht der Weisheit letzter Schuss, aber dennoch nicht übel und allemal besser als das, was man bisher auf „Against Each Other“ zu hören bekommen hat. Der Song driftet so ziemlich von der angeblichen Industrial-Schiene weg und nähert sich wieder mehr dem Metal an, was kein schlechter Schachzug ist, wenn man bedenkt, dass die Finnen bisher mit ihrer Electromischung wenig Eindruck machen konnten.

„Being And Ending“, obwohl nicht besonders abwechslungsreich, steht doch zumindest qualitativ über den meisten anderen Songs der Platte. Ein bisschen tendiert das Stück Richtung Gothicpop, wenn es so etwas überhaupt gibt, in jedem Fall beruhigen die flüsternden Samples einen. Über das unselige „Self Control“-Cover sind wir bereits im zweiten Abschnitt gestolpert, also schnell weitergeskippt, vielleicht kommt ja noch etwas Gutes. „Aggressor“ klingt eher nach überproduziertem Schwedenpop mit Electrostich und auch das finale „Closer To The Sun“ mag nicht so recht überzeugen.

Zwei gute Songs verteilt auf 43 Minuten und zehn Tracks – das ist bei Weitem nicht genug, um „Against Each Other“ mehr als ein- oder zweimal durch die heimische Anlage zu jagen. Die Mischung aus angeblichem Industrial Metal (in Maßen) und Electropop (überwiegend) überzeugt nur ganz selten mal, zumal hier nichts wirklich Neues geboten wird.

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