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Black Label Society: Kings Of Damnation

Keine Tipps: Hört gefälligst alles!
Wertung: 99/10
Genre: Southern Rock/ Metal
Spielzeit: 71:59
Release: 21.10.2005
Label: SPV

Zakk Wylde, dessen große Karriere bereits mit 19 Jahren begann, als er bei Ozzy Osbourne verpflichtet wurde, beehrt uns wieder einmal mit einem Output. Seine unverkennbaren Solo-Attacken prägen seit der „No Rest For The Wicked“ (Ozzy Osbourne) die Fangemeinschaft, und dass er sich neben Ozzy auch auf Solopfaden bewegt, kann man nur gutheißen. Denn anstatt nur einen Abklatsch von Ozzy zu liefern, spielt Zakk Wylde eine Mischung aus Southern Rock und Metal, die Akustik kommt oft zum Einsatz, ein Klavier ist des Öfteren zu hören und auch vor einer Mundharmonika macht der gute Zakk nicht halt. Doch nicht nur das, denn Wylde nimmt auch hinter dem Mikro Platz, und den Job macht er mehr als gut.

„Kings Of Damnation“ ist allerdings kein neues Album, denn das kam bereits Anfang 2005 in die Läden und hieß „Mafia“. Es handelt sich hierbei um ein Best-Of Album, was sämtliche Outputs von Wylde abdeckt und einen Blick in die Schaffensperiode des Gitarristen gewährt.

Zu hören gibt es viele Akustik-Sachen („Sold My Soul“), aber auch Knaller im Stile von Pantera („Bleed For Me“). Die Bandbreite von Wyldes Gesang ist sehr vielseitig. Mal singt er wie ein einsamer Cowboy (besonders bei den Akustik-Songs), mal wie Phil Anselmo („Bleed For Me“) und manchmal klingt er sogar wie Ozzy („Stillborn“). Ich hätte nie gedacht, dass der Mann so cool singen kann. Der Gesang passt zu jedem Song und die Solos sind sowieso gewohnt erstklassig. Er wurde nicht umsonst vom englischen Metal Hammer zum Riff Lord (Best Guitarist) gekrönt. Jedes Album ist mit ein bis drei Songs vertreten und bietet einem einen guten Gesamtüberblick.

Es werden jedoch nicht nur alte Songs aus alles neun Outputs (sieben davon unter dem Black Label Society Banner) geboten, es gibt zusätzlich zwei neue Songs zu hören und es ist eine Bonus-CD mit dabei, die auch noch ihren Reiz hat. Denn darauf bekommt man Coverversionen von Black Sabbath („Snowblind“, „The Wizard“), Led Zeppelin („In My Time Of Dying“), Neil Young und sogar den Beatles. Alles auf eine Zakk Wylde Art, mit viel Akustik und einer eigenen Interpretation. Dazu sind noch drei Videos enthalten. Zwei Promo-Videos („Counterfield God“ und „Stillborn“) und ein Live-Video („Bleed For Me“) von der vielfach gelobten „Boozed,Broozed & Broken Boned“ DVD. Hier gab es noch eine kleine Überraschung: Bei dem Live-Video spielt doch kein geringerer als Robert Trujillo (Metallica) den Bass, denn immerhin kennen er und Wylde sich aus ihrer gemeinsamen Ozzy-Zeit. Der Sound ist auch klasse und Wylde singt hier verdammt heavy. Auf dem Album habe ich wirklich geglaubt, „Bleed For Me“ singe Phil Anselmo (Pantera), doch hier wurde ich eines besseren belehrt.

Das alles ist verpackt in einem coolen Digi-Pack, in dem nochmals aufgelistet ist, welche Alben Zakk Wylde herausgebracht hat und von wem alle Songs, die er gecovert hat, stammen. Ebenso ist angegeben, welcher Track auf welchem Album zu finden ist, bei möglichem Nachholbedarf des Hörers.

„Kings Of Damnation“ ist die perfekte Möglichkeit, einen Überblick über Zakk Wylde und seine Musik zu bekommen. Es gibt Balladen, es gibt Kracher, es gibt sogar einen mit Banjo unterlegten Rocker zu hören. All das kombiniert mit einer unglaublichen Röhre von Wylde höchstpersönlich, der mal schön, mal heavy singt, macht eine klasse Best-Of CD aus diesem Package. Die Bonus-CD kann auch überzeugen, und wenn man, wie ich, vorher nicht wirklich was über Black Label Society wusste, so kann man das mit diesem Digi-Pack perfekt nachholen. Mich konnte die Scheibe wirklich überzeugen und ich bin sicher, dass demnächst ein paar Black Label Society CD´s mein Regal schmücken werden.

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