Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Black Friday 29: Black Friday 29

Hardcore aus deutschen Landen
Wertung: 7/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 26:22
Release: 29.05.2009
Label: Let It Burn Records

Es ist doch immer wieder schön, wenn man Floskeln einbauen kann. Im Falle von Black Friday 29 kann man im Falle ihrer selbstbetitelten Scheibe ein fröhliches „Make it or break it“ ausrufen und die üblichen fünf Euro ins Phrasenschwein werfen. Aber Scherz beiseite, denn hier haben wir es mit einem Album zu tun, was sich hören lassen kann. „Black Friday 29“ ist nach dem Debüt „The Escape“ aus dem Jahre 2002 und dem vor zwei Jahren erschienenen Nachfolger „The Pursuit Of Happiness“ logischerweise Output Nummer Drei und soll den guten Ruf im Underground noch ein wenig ausbauen.

Black Friday 29 spielen Hardcore mit punkigen Einflüssen, der ganz klar im Stil der alten Schule daherkommt. Trendige Anbiederungen gibt es hier nicht, wer also etwas zum „rumhüpfen“ sucht, sollte sich an einschlägige Bands halten. Was natürlich nicht heißen soll, dass die Band gemächlich und kuschelig zu Werke geht. Man höre beispielsweise „Set Your Focus“, das mit einer anständigen Portion Rotz aus dem Boxen...äh..gerotzt wird. Frontmann Björn Esser hat genau die richtige Mischung aus Aggressivität und cleanem Gesang gewählt und zum Ende hin darf auch die Gitarrenfraktion ein wenig von ihrem Können zeigen. Brutaler, melodischer Hardcore?! Gibt es sowas? Anscheinend.

Dieses Album macht wirklich gute Laune, da es im Gegensatz zu vielen (ich persönlich sage ganz subjektiv sogar: Nahezu ALLEN) Kollegen aus dem Metalcore-Bereich nicht anstrengend ist. Das Quintett aus dem Ruhrpott jongliert spielerisch mit Mosh-Parts, melodischen Soli und einer gehörigen Portion Groove. Das einzige Problem ist lediglich, dass sich diese Formel etwas zu oft wiederholt. Dazu sei aber angemerkt, dass ich nicht der größte Fan des Genres bin. Dennoch erkennt sogar ein Banause wie meinereiner, dass Black Friday 29 wirklich gute Songwriter sind, die mit „Auri Sacra Fames“ und „No Farewell“ noch mindestens zwei weitere Lieder in petto haben, die auch Genrefremde mal antesten sollten. Außergewöhnlich ist auch der deutschsprachige Abschluss namens „Totalausfall“ geworden. Es ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber seinem Titel macht der Song glücklicherweise keine Ehre und punktet durch eine positive Aussage.

Fazit: Wow, kein schlechtes Album. Um genau zu sein, sogar ein Gutes. Damit hatte ich aufgrund des Musikstils nicht gerechnet. Aber die Musik ist ehrlich und mit viel Freude daran gespielt, einige Songs richtige Ohrwürmer und gut produziert ist das Ganze auch noch. Da kann man guten Gewissens mal sieben Punkte zücken, mit Tendenz nach oben.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna