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Black Blitz: Born To Rock

Hard Rock from Munich
Wertung: 8.5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 34:53
Release: 05.08.2011
Label: art-connect Records

In München entwickelt sich in den letzten Jahren ein ganz eigenständiger Trend zurück zum klassischen Hard Rock. Ein Ergebnis dieser Entwicklung ist das Trio Black Blitz. Ganz klassisch hat sich die Combo im Kern dem AC/DC-Sound der neueren Alben verschrieben. Dazu gesellt sich eine gehörige Portion Rotz, jede Menge wunde Fingerknöchel und Whiskey, jede Menge Whiskey. Dabei riecht es wie in einem schäbigen, alten Bluesclub am Morgen nach einem Konzertabend. Kurz gesagt: Das erste was Black Blitz vermitteln, wenn man die Scheibe auflegt, ist Authentizität. Die Band wirkt echt, lebendig und aufmüpfig. Richtige Rock'n'Roller also. Die Band hält sich weder mit elektronischen Soundspielereien noch mit zu konstruierten Songstrukturen auf. Die Musik beabsichtigt, einige Ärsche aufzureißen. Genau so sind die Lieder auch konstruiert. Sie sind relativ schlicht, einprägsam und mit Widerhaken bestückt. Sind sie einmal im Kopf, bekommt man sie nur sehr schwer wieder heraus.

Der Opener und gleichzeitige Titelsong „Born To Rock“ treibt schön nach vorne und stampft wütend im Mid-Tempo-Takt. Dazu kommt der bei diesem Lied ungewöhnlich aggressive und fiese Gesang von Fronter Thomas. Fertig ist die ultimative Feiernummer. In eine recht ähnliche Richtung, nur um die Ausbaustufe Frauen erweitert, schlägt der Titel „Bombshell“. Wie der Name schon verrät, dreht sich der Text um eine, sagen wir mal, sehr ansprechende Frau. Kein wirkliches Neuland im Hard Rock.

Ein anderes Klima zieht bei „Point Of No Return“ auf. Doch zuvor gibt es noch ein Stück, das nun wirklich nach den Altmeistern von AC/DC klingt. „Take It Or Leave It“ hat eine brachiale Schlagseite in Richtung der Hard-Rock-Ikonen. Ob Absicht oder nicht, die Münchener zollen mit der Nummer den Großmeistern Tribut. Zurück zu „Point Of No Return“: Das Stück ist schneller als die vorangegangenen Lieder. Das lässt den Song gleich viel härter wirken. Tatsächlich geht die Nummer wirklich heftiger vorwärts. Ein sehr frickeliges Solo macht den Titel endgültig zu einer Perle auf „Born To Rock“.

Ähnlich verhält es sich mit „Road Runner“: Ein fetziger Refrain, ein anspruchsvoller Basslauf und ein cooles Solo verhelfen dem Stück zu einer weiteren Hochnotierung.

„Born To Rock“ ist ein sehr einprägsames Album, das man zu jeder Tages- und Nachtzeit wunderbar hören kann. Bei der Spielzeit von knapp über einer halben Stunde kommt auch keine Langeweile auf, obwohl die Lieder ab einem gewissen Punkt doch recht ähnlich klingen. So ist aber Hard Rock nun mal. Man vergleiche hier bitte mit AC/DC oder Motörhead. Black Blitz haben mit dem Debüt alles richtig gemacht, jetzt gilt es abzuwarten, wie die Geschichte der Band weitergeht.

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