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Blac Head Lion: 5 Years In 50 Minutes

Nicht schlecht, es fehlt aber mehr Biss
Wertung: 6,5/10
Genre: (Alternative) Rock
Spielzeit: 51:58
Release: 14.09.2012
Label: In-akustik

„Auch wir können radiokompatible Rockmusik, wollen aber eigenständig sein“ – so oder so ähnlich könnte es auch auf der Homepage-Kopfzeile stehen, wenn die Rede von Blac Head Lion ist. Seit 2005 sind die Ludwigshafener nun dabei, doch erst mit dem hier vorliegenden Debüt „5 Years In 50 Minutes“ musizieren sie auch unter diesem Bandnamen. Wesentlich größere Erfolge feierten sie als Chucks, als sie es ohne reguläres Album schon in das Vorprogramm von Bands wie Foreigner, Airbourne, Doro und auch Pretty Maids schafften.

Klar ist: Blac Head Lion stehen zu ihrer eindeutig kommerziellen Ausrichtung, denn bei wenigen noisigen Krachern ist der Fokus mehr auf das „im Radio gespielt werden zu können“ gerichtet. Genau deswegen stellt sich ja von vornherein die Frage, wie sie sich nun auf dem Debüt anstellen, denn zwischen erträglicher Radiokost und nervigem Äther-Gesülze ist doch nur ein schmaler Grat, den es auszuloten gilt. In einigen Ansätzen schlagen sich die (Alternative) Rocker auch gar nicht schlecht, vor allem mit dem durchaus musikalisch inhaltlich stimmigen Titel „Noise“ rocken sie doch recht fett durch die Boxen und zeigen sich auch von der rotzrockigen Seite, wobei Sänger Alain nicht nur säuselnd daherkommt, sondern gerne auch mal mit rauerer Stimme imponiert.

Auch der Opener „Turn Away“, der mit einem Deep Purple-Gedächtnisriff startet, besticht nicht nur durch die etwas gitarrenbetontere Ausrichtung, sondern mit einem für diese Musik so wichtigen Refrain mit hohem Wiedererkennungswert. Im letzten Drittel allerdings bauen sich dann auch sanfte aktustische Töne ein, werden aber von einem lässig langen Gitarrensolo abgelöst und bringen den Track zurück auf den hardrockigen Pfad. „Don’t Get Mad“ ist gleich zweimal auf der CD vertreten. Zum einen wäre da die mit einer leicht punkrockigen Ausrichtung versehene Version, nicht ganz inspirationsfrei, doch auch hier beweisen die Ludwigshafener durchaus ihr glückliches Händchen für ohrwürmelige Refrains. In der Akustikversion kommt dann noch deutlicher zum Tragen, dass das Blac Head Lionsche Songmaterial auch massenkonsumorientierten KundInnen gefallen könnte.

Mit „Seven Months“ lassen sie es ebenfalls getragener, ruhiger und auf dem Akustiktrip angehen, wobei die Gesangslinie auch mal gerne an ruhige Nirvana erinnert, was auch für für „Stay And Hear“ zutrifft. Das zu Videoehren gekommene „Me And Myself“ dagegen orientiert sich rhythmisch ganz gerne im Anneke van Giersbergen-Lager, bekommt aber auch locker den Dreh zu 5 Bugs und Co.

Fazit: Ein wenig mehr Eigenständigkeit würde dem Blac Head Lion-Debüt sicherlich ganz gut zu Gesicht stehen, zumal sie ja jetzt nicht so unerfahren ins Studioleben eingetreten sind. Von akustischen Ausflügen bis hin zu richtig rockigen Brennpunkten liefern sie zwar reichlich Abwechslung, legen aber ihren Fokus sicherlich auch auf eine radiokompatible Ausrichtung, dabei kommen sie mit z.B. „Noise“ wesentlich bissiger und besser rüber. Wer es auch gerne mal ruhig hat, der ist mit „5 Years In 50 Minutes“ gut bedient, doch muss man hier auf fett bratende Gitarren verzichten – dafür bekommt man aber gesanglich fein ausgefeilte Refrains im Dutzend.

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