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Bionic Angel: Digital Violence

Eine schöne, harte Gothic-Rock-CD mit gelungenen melodischen Parts
Wertung: 7.5/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 63:12
Release: 25.07.2008
Label: 13th Planet Records

Offenbarung 12, 12-13: „Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kommt zu Euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, das er wenig Zeit hat.“

Mit diesen Worten wird der Bionic Angel beschrieben, die Verkörperung von Schönheit und Liebe, aber auch von Hass und Untergang.

Wie sollte es auch anders sein, entstiegen ist dieses Wesen natürlich aus good old Germany und den USA. Aus diesen beiden Ländern stammen die Bandmitglieder, die zusammen eine doch recht gelungene Mixtur aus Gothic-Rock, Electro und Trash Metal spielen.

Den Sänger kennt man eventuell schon von dem Dark Electro-Projekt Arise-X, dem er seit geraumer Zeit schon seine Stimme leiht und düstere Texte durch das Mikro donnert.

Eben jenes Organ wird sicherlich polarisieren, denn entweder vermag man sich mit dem kehligen Screaming anzufreunden oder man hört lieber schnell wieder weg.

Ich für meinen Teil lausche aber doch lieber weiter, denn mir sagt zu, was ich zu hören bekomme – der Opener „Living A Lie“ erzeugt direkt eine „schöne“ Endzeitstimmung und geht gut ins Ohr, auch der weibliche, klare Gesang weiß zu überzeugen.

Besonders bei „End Of Days“ vermischen sich die beiden so gegensätzlichen Stimmen sehr gut.

Zur Abwechslung findet man das sehr melodische „Another Day“, das sogar mit klarem männlichem Gesang aufwartet und sich ebenfalls sehr schön im Ohr festsetzt. Auch die nicht verzerrte E-Gitarre zu Beginn des Songs, die im Refrain von tragenden Riffs abgelöst wird, ist sehr schön eingesetzt. Die synthetischen Klang-Verzierungen klingen nicht etwa nach Nintendo-Gedudel, wie es in letzter Zeit leider viel zu oft vorkommt, sondern tragen dank interessanten Effekten gut zum gesamten Klangbild bei.

Die Verse von „Du Bist Mein Gott“ überzeugen auch, doch leider ist der Refrain nicht so gut ausgefallen, klingt er doch glanz- und ideenlos aufgrund der einfachen Gitarrenriffs und dem monotonen Drum Beat. Dafür sind die Riffs bei „Transit To Hell“ wieder um einiges besser ausgefallen und treiben den Song schön nach vorne. Im Hintergrund kann man atmosphärische Flächensounds vernehmen, die sich im Refrain mit weiteren synthetischen Klängen vereinigen. Bionic Angel benutzen öfter das Schema, die Verse mit männlichem Gesang härter zu gestalten und im Refrain, inklusive weiblichem Gesang, melodischer zu Werke zu gehen.

Aber wie war das eben mit dem Nintendo-Geschrammel? Bei „Clone Your Soul“ trifft genau dieses auf chaotische Gitarren-Riffs, garniert mit einem feinen, eintönigen Beat. Da dies aber so ziemlich der einzige Ausrutscher der CD ist, kann man es noch einmal verzeihen.

Meiner Meinung nach haben wir hier eine schöne, harte Gothic-Rock-CD mit gelungenen melodischen Parts und größtenteils clever eingesetzten Electro-Sounds. Wenn man sich mit dem kehligen Screaming des Sängers anfreunden kann, ist dieses Album durchaus zu empfehlen, ansonsten wird man vermutlich nicht viel Freude daran haben.

Es lohnt sich außerdem, die CD nach dem letzten Song noch eine Weile weiterlaufen zu lassen!

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