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Billy Boy In Poison: Perdition

Solider Metalcore aus Dänemark
Wertung: 7/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 18:42
Release: 09.01.2010
Label: Eigenproduktion

Billy Boy in Poison sind mit ihrer dritten, erneut in Eigenregie vertriebenen EP „Perdition“ zurück und versprechen dem Hörer einige aufregende Minuten mit derben Breakdowns, harten Riffs und natürlich auch einigen melodischen Aspekten. Die Fünf stammen aus Dänemark, genauer gesagt aus Kopenhagen: Von dort machten sich Billy Boy In Poison auf den Weg nach Ribe, in die Hansen Studios um dort unter der Regie ihres Produzenten Jacob Hansen (Volbeat, Heaven Shall Burn, Maroon etc.) die neue EP einzuprügeln.

Vier neue Tracks finden sich auf der neuen, schlicht „Perdition“ betitelten EP: angefangen mit dem Track „Against The Crowd“, der schiebende Gitarrenriffs mit stilmäßigen Mosh-Parts kombiniert und gerade am Ende noch üble Breakdowns aus den Boxen haut, eben ein guter, wenn auch klassischer Metalcore-Song. Billy Boy In Poison zeigen gekonnt, dass treibende Riffs nicht eines mörderischen Tempos benötigen und schaffen es mit dem Song „Just Behind My Eyes“ gekonnt, langsamere Riffs mit energetischem Drumming so einzusetzen, dass dennoch ein nicht zu leugnender Bewegungsdrang von den Songs aus auf den Hörer übergeht. Etwas melodischer als zuvor geht man bei „Contaminated“ zu Werke, zwar sind die Riffs immer noch ordentlich brutal und auch monströse Breakdowns finden Einzug in den Sound, allerdings gibt es immer wieder melodischere Momente, die eine gewisse Harmonie mit einbringen, die zwischendurch ganz gut tut.

So handelt es sich hier nicht nur um belangloses aggressiven Metalcore, sondern um eine clevere Kombination von schiebendem, hartem Metal mit melodischen Elementen, die das Hören erst richtig interessant machen. Als absoluter Tipp der CD muss der letzte Song „Take Your Life Back“ herhalten, dessen Riffs enorm eingängig sind. Kennt ihr das, wenn ihr die Musik kurz ausmachen müsst, weil beispielsweise das Telefon klingelt und der Song gerade so genial ist, dass man denkt, „ach, das Riff höre ich doch noch eben schnell zu Ende“? Dieses Gefühl hat man durchgehend den ganzen Song über, man hört ein cleveres Riff und denkt sich, „so, jetzt kommt bestimmt ein normaler Zwischenpart“ – aber nein: Billy Boy In Poison schaffen es immer wieder, neue Akzente zu setzen, den Song mit jedem neuen Abschnitt ein Level höher zu heben, langsam eine steigende Spannung aufzubauen, die letztendlich in einem wuchtigen, melodischen und zugleich drückenden Finale ein Ende findet.

Man vermisst etwas den frühen Charme und den so gewitzten Mut zum Experimentieren, der die letzte EP „Dismissing Past Events“ besonders ausmacht. Dennoch sind die – leider nur - vier Songs der EP durchweg überzeugend und absolut professionell produziert, da würde manch eine große Band vor Neid erblassen. Auch das Cover-Artwork ist liebevoll aufgemacht und überzeugt mit einer stimmungsvollen Farbgebung – insgesamt eine rundum gute EP, die zwar noch nicht perfekt ist, aber für eine Veröffentlichung in Eigenregie eine enorme Leistung darstellt, die man sich nicht entgehen lassen sollte!

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