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Big Big Train: English Electric Pt. II

Ein betörendes Ereignis
Wertung: 8/10
Genre: Progressive Rock
Spielzeit: 57:40
Release: 28.06.2013
Label: Giant Electric Pea/Edel

Für eine Prog-Band sind Big Big Train im Laufe der Jahre wahrscheinlich zu straight geworden. Zwar tummeln sich auf den bisherigen Alben, die in immerhin zwei vollen Dekaden produziert wurden, viele interessante Breaks und Reminiszenzen an die Urväter Yes und Genesis, doch gerade in den letzten Jahren, in denen die Band mehr und mehr den Sound von Marillion in ihren inspirativen Kosmos aufgenommen hat, ist die progressive Komponente nicht mehr so stark ausgeprägt wie zu Beginn der Big Big Train-Laufbahn.

Mit der zweiten Episode des "English Electric"-Konzepts beschreiten die Briten nun erneut symphonische Wege, wenngleich das Ganze soundmäßig schön dezent gehalten wird. Es sind vorrangig tausende Harmonien, die in den insgesamt sieben Stücken aufeinandertreffen und für eine wunderbar entspannte Atmosphäre sorgen, aber auch vom herrlichen Gesang von David Longdon getragen werden. Der Mann hat einfach eine fabelhafte Stimme, trägt die Melodien mit Leidenschaft und sorgt auch in den oberflächlich langatmigen Parts für eine gewisse Spannung. Selbst ein verspieltes Stück wie "Keeper Of Abbeys", das in seinem Grundarrangement recht lange ausgetragen wird, verliert seinen Reiz nicht, obschon hier und dort Eckpunkte bestehen, die den Song etwas träge machen.

Aber es gibt dann auch jene Kompositionen, in denen die Harmonien regelrecht überwältigend sind und auch von den sehr deutlich präsenten, aber nicht überdimensionierten Keyboards herrlich ausgeschmückt werden. Der 15-minütige Opener "East Coast Racer" zum Beispiel überzeugt mit einer tollen Strophenmelodie und einer Gänsehaut-Gesangsperformance, während "Swan Hunter" und "Leopards" einfach mit so vielen positiven Vibes ausgestattet sind, dass man sich sofort davon anstecken lassen möchte. Das leicht verproggte, musikalisch sehr romantische "Curator Of Butterflies" setzt schließlich im Schlussakkord noch ein paar deutliche Akzente und bringt "English Electric Pt. II" souverän über die Ziellinie. Spätestens hier merkt man dann auch, welch betörendes Erlebnis in der knappen Stunde auf die Lauschlappen geprasselt ist und wie gigantisch es einfach sein kann, wenn sich eine Band den Genesis-meets-Yes-Ursprüngen annimmt und sie neu in ein modernes Soundgewand kleidet. Big Big Train gehören folgerichtig auch zu denjenigen Bands, die man als Liebhaber des leichtfüßigeren britischen Neo-Progs definitiv gehört haben sollte - sowohl in der Vergangenheit als auch im Hinblick auf diesen Release.

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