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Beyond The Void: Gloom Is A Trip For Two

Die ganz großen Knaller fehlen
Wertung: 8/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 50:36
Release: 22.02.2008
Label: Rough Trade

Nachdem Beyond The Void schon – übrigens als erste Gothic-Rock-Band (!) - das virtuelle Imperium in der Computer-Community-Welt Second Life erobert hatten und dort online viele erfolgreiche Auftritte mit ihren jeweiligen Spiel-Charakteren absolvierten, nehmen sie nun, mit ihrem neuen Album im Gepäck, wieder die reale Musik-Welt in Angriff.

Das bald als Single erscheinende Stück „Seductora“ hat zwar einen spanischen Titel – als kleine Anerkennung für die lateinamerikanischen Fans – ist aber größtenteils auf Englisch gesungen. Passend verführerische Streicher vereinen sich mit tragenden Gitarren, während über allem meist die markante Stimme des Sängers Daniel steht, die im Refrain noch von weiblichem Gesang unterstützt wird.

Der Titel-Song „Gloom Is A Trip For Two“ klingt wilder, während die Melodie gleich mit einem Klebeband inklusive geliefert wird, damit sie auch ganz bestimmt hängen bleibt.

Hier kommt wirklich alles zum Einsatz – Synthesizer-Wellen fusionieren mit akustischen Elementen, die wiederum von Bass und Gitarre in den Hintergrund gedrängt werden.

Um einiges ruhiger geht es weiter mit „Nihilism“, welches durch emotionalen zwei-geschlechtlichen Gesang überzeugt und zum Träumen verleitet.

Ein weiterer Favorit ist „My Life Is A Lie“, erneut ein härterer Song mit herausfordernden Gitarren, klasse Solo-Einlagen, perfektem Gesang und einer wunderschönen Melodie.

Weiterhin kann man auf der CD noch die ein oder andere Überraschung entdecken, so lässt sich in „Hateworld“ ein „schmutzig“ klingendes Gitarren-Solo finden, während man sich bei „A Minute Before Dawn“ auf einen elektronischen Beat gepaart mit süd-europäischen Gitarren-Klänge freuen, bzw. gefasst machen kann.

Wir haben hier nichts Neues, aber bekanntermaßen kann man auch aus Altem gute Werke schaffen – so wie Beyond The Void is tun. Typischer Gothic-Rock unterlegt mit atmosphärischen Synthesizern. Ein besonderes Lob ist den Gitarristen auszusprechen, denn häufig genug kommt es in diesem Genre vor, dass die Gitarristen eine Melodie vor sich hin spielen, die pausenlos weiter läuft und keinen Platz mehr für eine gelungene Bass-Stimme oder schöne Synth-Sequenzen lässt.

Die Gitarristen lassen immer gelungene Pausen in ihr durchaus flüssiges Spiel einfließen, wodurch der Bass häufiger gut zur Geltung kommt - was mir sehr gut gefällt - tragen die Refrains aber trotzdem stetig voran!

Der Sänger leistet ebenfalls ganze Arbeit – in seiner doch eher sanften Tonlage ist er selbstsicher und findet sich gut zurecht. Wenn es jedoch etwas aggressiver zu Gange geht, fängt er schnell ein wenig zu krächzen an, sodass man sich hier doch etwas mehr Abwechselung wünschen könnte.

Fazit: Insgesamt weiß diese CD doch zu überzeugen, auch wenn die ganz großen Knaller wie „Reality Won’t Do“ oder „Defiance To The End“ vom Vorgänger-Album fehlen, doch alles in allem ist der Drittling dennoch ein gelungenes Werk mit sehr wohl starken Stücken, aber auch nicht ganz so dramatischen Songs wie beispielsweise „Cyanid Eyes“, aber das ist wohl bei jeder CD ein wenig der Fall.

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