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Bewitched: Spiritual Warfare

Für Freunde altbackener Klänge
Wertung: 5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 45:4
Release: 20.11.2006
Label: Regain Records

Ok, ich gebe es ja zu. Bisher habe ich immer gedacht, Bewitched klingen nach extrem übellaunigem Black Metal der kältesten Sorte. Warum, weiss ich auch nicht. Vielleicht habe ich mich vom Bandlogo oder diversen Shirts in die Irre führen lassen. Oder schlicht und einfach: ich habe mich in der Vergangenheit wenig oder gar nicht mit der Band beschäftigt. Eigentlich schändlich, denn die Skandinavier existieren ja nun schon 11 Jahre und können bisher mit sieben Veröffentlichungen aufwarten. Aber wen wundert es bei dem heutigen Überangebot an Releases?

Doch wie ich schon verlauten liess, habe ich mich in Bezug auf die Mucke wirklich geirrt. Schwarzmetallisch geht es eher textlich zu Werke. Die Musik würde ich als eine Mischung aus altem Thrash, Sounds der NWOBHM oder auch hier und da Speed Metal bezeichnen. Bands gefällig? Venom…oder alte Mercyful Fate? Auf den Punkt gebracht…diese Bands ist so old school, mehr geht gar nicht.

Bewitched stecken knietief in der Vergangenheit fest. Nicht nur das Riffing spiegelt die erwähnte Zeit wieder, die Produktion ebenso. Viel Hall auf dem Gesang usw. usw. Darum erwartet keine neumodernen Einflüsse bzw. frische Ideen. Denn diese sucht man auf „Spiritual Warfare“ wirklich vergeblich.

Im Großen und Ganzen bietet die Scheibe nur zwei Arten von Songs. Einmal die nach vorne peitschenden Thrasher und zum anderen die mächtig nach vorne schiebenden Midtempostampfer. Klar wird das Tempo innerhalb des Songs variiert, doch mehr als die zwei Spielarten sind kaum auszumachen. Darum wird mir die Platte auch verdammt schnell langweilig. Naja, ich bin ja eh kein Freund solcher Sounds, doch ich renne auch nicht schreiend davon, wenn das mal auf ner Party gedudelt wird.

Für mich ist kein wirkliches Highlight auf der Platte auszumachen. Die Riffs sind langweilig, weil nicht besonders originell. Die Arrangements sind einfach und der Gesang zu monoton. So kurz und knapp kann manchmal eine Einschätzung sein. Einzig bei den Songs im Midtempo muss ich den Leuten zugestehen, dass sie viel Druck aufbauen und mächtig die Walze auspacken. Trotzdem macht es das eigentliche Riff auch nicht besser.

Freunde altbackener Klänge, die auch schon bei Venoms „Metal Black“ ohne zu zögern zugeschlagen haben, können das bei der neuen Bewitched auch tun. Ihr werdet es nicht bereuen. Für alle anderen empfehle ich ein mehr als deutliches Reinhören, es sei denn, ihr bezeichnet Sauerkraut und Eisbein als eine der revolutionärsten Geschmacksverbindungen seit zwei Monaten.

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