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Betzefer: Freedom To The Slave Makers

Erfüllt leider nicht die Erwartungen
Wertung: 6.5/10
Genre: Hardcore, Thrash Metal
Spielzeit: 39:45
Release: 18.02.2011
Label: AFM Records

Um 2006 herum waren Betzefer „the next big thing“ des Hardcore-Thrash: Die Jungs groovten nicht nur wie Sau, sie taten das auch noch unter widrigen Umständen, kamen sie doch aus Israel, einer Gegend, die nicht gerade dafür bekannt ist, ihre ohnehin rar gesäten Metalbands besonders tatkräftig zu unterstützen. Ihr Track „Down Low“ vom ersten, selbst produzierten Album brachte ihnen gehöriges Airplay bei MTV und Konsorten ein, worauf der Deal mit Roadrunner Records folgte – dem nur ein Jahr später schon wieder der Garaus gemacht wurde. Die Jungs wechselten zu AFM Records und machten sich auf den harten, steinigen Weg, eine neue Platte zu produzieren.

Hart und steinig wären auch durchaus Adjektive, die den Sound des Quartetts beschreiben könnten: Sänger Avital Tamir, Drummer Roey Berman, Bassist Rotem Inbar und Gitarrist Matan Cohen, der als alleiniger Saitenhexer eine Mordsarbeit leistet, grooven auf ihrer neuen, zweiten Scheibe „Freedom To The Slave Makers“ wieder ordentlich drauflos. Die Vier haben sich mächtig Zeit gelassen, um den Nachfolger einzuspielen und das hört man auch: Avital klingt fast zufrieden (sofern man das von einem Thrashcore-Sänger behaupten kann), der Sound ist erdig, aber kein dumpfer Brei, und die Jungs zeigen sich in bester Spiellaune. Klangtechnisch erinnern die zehn Tracks ein wenig an Sepultura – nicht umsonst durfte die Combo aus Tel Aviv schon für die Thrash-Urgesteine eröffnen.

Richtige Highlights lassen sich eigentlich gar nicht herausfiltern, denn letztlich wirken alle Songs wie aus einem Guss - angefangen bei dem Thrashkracher „Bestseller“, der gleich zu Beginn mit kreischenden Vocals und Ektomorfigem Groove die Hütte zum Brennen bringt. Ein Auftakt, den man sich als Hörer wie als Band nur wünschen kann und an den so schnell nichts herankommt. „Feels So Right“ beispielsweise wirkt tatsächlich etwas unkoordiniert; die Herren kommen nicht so recht aus dem Quark – ein Eindruck, den man im Verlauf der Scheibe übrigens noch häufiger gewinnen wird.

Bis zum nächsten Aufhorchen vergeht eine Weile, aber „Doomsday“ schafft es mit seinem rauen, aggressiven Unterton und dem Mitgröl-Refrain dann doch wieder, dass man sich in den eigenen vier Wänden wie auf einem mittelgroßen Konzert fühlt. Warum aus dem über fünf Minuten langen „Perfect Lie“ ein Halbinstrumental geworden ist, wissen die Götter, aber „Empty Magazine“ bringt dann zumindest wieder das nötige Reibeisen in Avitals Stimme, auch wenn selbige mit mehrmaligem Durchhören der Platte allmählich monoton zu werden droht. „Heaven Sent“ bildet dann den Album-Abschluss und man muss beinahe ein bisschen grinsen, denn der Sänger klingt hier wie eine Mischung aus Lemmy und dem Devildriver-Fronter Dez Fafara – zumindest in den Strophen, denn im Refrain begegnet uns wieder die typische Old School-Thrashstimme des Tel Avivers.

Das ist vielleicht mit ein Problem der neuen Betzefer-Platte: Schon nach einmaligem Hören hat man das Gefühl, dass da eigentlich mehr hätte kommen müssen; beim zweiten oder dritten Durchlauf wird „Freedom To The Slave Makers“ schon eintönig und die eher überschaubare Variabilität, die der Sänger an den Tag legt, macht die Sache nicht eben spannender. Hier liegt zwar ein gutes Thrashcore-Album vor, zu dem man sich mal beim Nebenbei-Hören die Nackenmuskulatur verhackstücken kann, mehr aber leider auch nicht.

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