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Between Oceans: Oxymoron

"Solider" Metalcore
Wertung: 6,5/10
Genre: Metalcore, Modern Metal
Spielzeit: 20:05
Release: 04.05.2018
Label: Prime Collective

Die Dänen Between Oceans präsentieren sich mit ihrer Debüt-EP „Oxymoron“ jetzt der Welt – und zeigen dabei viele typische Merkmale, die direkt auf ihre Genrezugehörigkeit hinweisen: Schon der Bandname weist eher den Weg Richtung Metalcore, auch das hübsche Artwork wurde sicherlich nicht für eine Black-Metal-Platte konzipiert und der Haufen attraktiver junger Männer kann unmöglich zu einer deutschen Thrash-Metal-Band gehören (auch hier gibt‘s hübsche Kerle, aber die präsentieren sich selten in der Öffentlichkeit in Karohemden und Beanies). Der Titel „Oxymoron“ lässt dann noch eine Prise Intellekt mit einfließen – ist aber, wenn wir uns mal an den Deutschunterricht erinnern, nichts weiter als eine rhetorische Figur, die aus zwei sich gegenseitig ausschließenden Begriffen besteht. Was übrigens mal so gar nicht zur Platte passt. Aber immerhin kann man sich schlau vorkommen, weil man den Begriff auch ohne Google hätte erklären können.

Wir befinden uns also recht eindeutig in der Core-Ecke, melodischen Metalcore wollen die Dänen auf die Welt loslassen, und allein das Wort „melodisch“ sorgt hier schon für erste Anflüge von Skepsis, ist es doch meist gleichbedeutend mit recht kitschigen Passagen. Zuerst kann man aber durchaus positive Aspekte hervorheben: Sängertechnisch hätte es die Band deutlich schlechter treffen können, wird hier doch zwischen fast Rise Againstschem Klargesang und ordentlichen Core-Screams gependelt, und gerade der Opener „Lost And Found“ startet mit einem richtig schönen Kampfgeschrei, wobei vor allem die Gitarren hier noch deutlich mehr Bumms hätten vertragen können. Den klaren Refrain kann man hier tatsächlich auch noch als Pluspunkt verbuchen – unterm Strich also ein durchaus gut ausgeführter Metalcoresong, dessen Niveau aber so leider nicht gehalten werden kann.

Dabei scheinen die Jungspunde technisch durchweg versiert zu sein, allerdings bedient man sich der gängigen Metalcore-Versatzstücke und scheint sich nicht so recht trauen, eigentlich bereits ausgetretene Pfade zu verlassen. Schade, denn man macht sich auf „Oxymoron“ zwar die guten Schuhe nicht schmutzig, kommt aus der Sache aber auch entsprechend ohne Kratzer raus, die an eine abenteuerliche Stolperpartie erinnern könnten.

Gute Passagen findet man dennoch in fast jedem Song: Da wäre der schön schwungvolle Einstand bei „The Light Below“, bei dem auch der Klargesang ganz gut punkten kann, so richtig eigenständig wollen Between Oceans aber auch hier wieder nicht klingen. „Shallow Waters“, zu dem die Jungs kürzlich auch ein Lyric-Video bei YouTube posteten, bringt dann vor allem mit seinen melodischen Gitarren und dem deftigen Geschrei ein richtig schönes Gesamtbild rüber, zwischendurch wird der Track allerdings zu sehr abgebremst. Auch schade, denn so bleibt die Liste der Anspieltipps auf „Oxymoron“ recht übersichtlich. Im Geiste gibt es Zusatzpünktchen für das Artwork und den schönen Bandnamen – für Metalcore-Einsteiger mag der Sound was sein, richtige Fans des Genres werden sämtliche Facetten schon kennengelernt haben und eventuell langweilig finden. Mehr als das Prädikat „solide“ bleibt hier erst mal nicht übrig.

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