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Betontod: Entschuldigung für Nichts

Auf dem Sprung nach ganz oben
Wertung: 8.5/10
Genre: Rock
Spielzeit: 39:57
Release: 31.08.2012
Label: Better Than Hell

Mit Betontod verhält es sich etwa so wie mit den Spritpreisen, sie scheinen ständig nach oben zu klettern. Und genau mit der gleichen Beständigkeit, wie diese sich zu Ferienanfang erhöhen, bringen die fünf Musiker wieder neue Alben an den Start. Ziemlich genau ein Jahr nach ihrem letzten Werk „Antirockstars“, legen die Rheinberger ihren neuen Silberling „Entschuldigung für Nichts“ vor. Gewährte der Vorgänger reichlich Blicke zurück, überkommt angesichts des Titels der neuen Scheibe doch etwas Skepsis. Wieder ein Blick zurück, der nun von Erfolgsproduzent Vincent Sorg ins goldene Glitzerkleidchen gezwängt wird?

Mitnichten! Am Anfang von allem steht „El Inicio De Todo“, dessen Melodie unweigerlich Gedanken an einen Italo-Western aufbringt. Noch bevor ein Schmunzeln über die in die untergehende Sonne reitende Band ins Gesicht strömt, ist das Intro auch schon vorbei und geht ohne Pause in „Alles“ über. In Bruchteilen einer Sekunde vergeht das Grinsen, denn was von nun an zu hören ist, lässt Betontod in einer neuen Dimension erkennen. Druckvoll vom ersten bis zum letzten Stück, gepaart mit einem fetten Sound, schmettert die Scheibe entgegen und zeigt die neue Qualität der Band. Schon der erste Track überzeugt und sei stellvertretend für alle restlichen Songs genannt, die durch nochmals gereifte und vielschichtige Instrumentierungen glänzen und das handwerkliche Können der Musiker zur Geltung bringen.

„Entschuldigung für Nichts“ erschien im Vorfeld als Singleauskopplung und kaum ein Song hätte besser dafür ausgewählt können. Nicht nur, dass Betontod musikalisch eine Schippe draufgelegt haben, es mischen sich außerdem nun verstärkt andere Musikstile unter und machen den Silberling vielseitiger denn je. Ertönen hier wohl erstmals Ska-Klänge, überzeugt bei „In Sekunden“ der Metal-lastige Einschlag, der hier besser als bei den Vorgängern zum Tragen kommt. Zudem passt die Stimme von Meister bei diesem Titel wie Arsch auf Eimer. Leider ändert sich dies bei der kraftvollen Ballade „Im Himmel“, bei der der Frontmann doch an seine stimmlichen Grenzen gelangt.

„Egal wohin es geht“ möchte man als typischen Betontod-Song einstufen. Ein rockiger Gruß an die Fans, der mit einem kräftigen Schuss Punkrock gewürzt wurde und zudem über erhebliches Mitsingpotenzial verfügt. Zum Mitgrölen sind auch die stets vorhanden Saufhymnen geeignet und Betontod lassen es sich auch dieses Mal nicht nehmen, eine an den Start zu bringen. Der Ohrwurmcharakter ist wieder einmal garantiert, wobei die Zeile „Hömmasammawommanomma“ selbst im nüchternen Zustand deutlich schwerer über die Lippen geht.

„Dagegenstehn“ bildet den akustischen und gelungenen Abschluss der CD.
Bleibt nur noch das Fazit und diesmal heißt es: Taschentücher raus, einmal kräftig reingeschnieft, denn Betontod von vor zehn Jahren sind wohl endgültig Geschichte. Dafür hört man nun eine Band, die abwechslungsreicher denn je ist, die gereifter, vielseitiger und druckvoller klingt. Textlich nicht mehr so zornig wie früher, dafür erwachsener und mehr auf den Punkt gebracht. Betontod können gegenüber dem Vorgängeralbum um einiges zulegen und kredenzen ein modernes Rockalbum, welches mit eingängigen Melodien gespickt ist. Angesichts dieser Tatsache möchte man fast seinen Allerwertesten darauf verwetten, dass die fünf Herren wohl auch bald die erste einstellige Chartplatzierung knacken.

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