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Berkowitz: Sent To Dominate

Nicht einfach zu bewerten
Wertung: 6/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 41:33
Release: 11.09.2012
Label: Gravity Entertainment

Wenn man sich im Gruselkabinett der geschichtsträchtigsten Serienmörder ein bisschen auskennt, wird einem beim Bandnamen Berkowitz sicherlich gleich der berühmte "Son Of Sam" David Berkowitz einfallen, der Mitte der siebziger Jahre ein halbes Dutzend Menschen erschoss und sich danach auf satanische Befehle berief, mittlerweile aber eine Strafe von typisch amerikanischen 365 Jahren Haft verbüßt und dabei angeblich zu Christus gefunden haben soll. Dass man bei dem Bandnamen und passend dazu auch dem Stil der Band an den Ami denkt, darf das eigentliche Ein-Mann-Projekt nicht stören. Auf dem Pressezettel wird sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Name in keinem Zusammenhang mit jedwelchen historischen Personen steht. Ob man das so glauben darf, sei man dahingestellt.

"Eigentliches Ein-Mann-Projekt" kann man deshalb sagen, weil Berkowitzler Unas an sich für so ziemlich alle Instrumente verantwortlich ist, sich aber für Studioaufnahmen wie auch beim letztjährigen  Debütalbum "Five Thousand Years To Hate" Der Weg Einer Freiheit-Gitarrist/ Bassist N.K. ins Boot geholt hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Combos, die sich einer Mischung aus Black, Death und Grind bedienen und eher auf Gedärme denn auf Gedanken setzen, liefern Unas' Texte frustrierte Monologe über die sozialen Ungerechtigkeiten, Krieg und Terror. Wobei: So richtig viel verstehen kann man natürlich nicht. Und da das Promoexemplar zwar als bedruckter Rohling, aber ohne Texte daherkommt, kann man die erzählerischen Qualitäten des Musikers natürlich nicht direkt nachvollziehen. Im Kampf gegen den Terror hat sich Berkowitz aber zumindest das Releasedate ganz gut ausgesucht: Am elften September, also auf den Tag genau elf Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center in den USA, erscheint "Sent To Dominate".

Nun aber zur musikalischen Seite: Nach dem ersten Durchgang fühlt man sich tatsächlich fast überrannt von den Drums, den Gitarren und dem wahnwitzigen Geschrei, das des Öfteren in die Schwarzwurzelecke abdriftet. Der gute Mann hält sich aber keineswegs nur mit Gewummer auf, sondern setzt in Songs wie "Dictate Destruction" auf leicht melodische Gitarren, die den Track beträchtlich auflockern. Insgesamt ist "Sent To Dominate" als Album aber alles andere als locker-flockig zu genießen, immerhin handelt es sich hier um eine recht drückende Mischung - hier liegt die Unterscheidung zwischen "drückend" und "druckvoll", denn von Dampf in den Kesseln kann man bei der Produktion leider nicht unbedingt sprechen. Es wurde durchaus schon Schlechteres geliefert, aber dennoch fehlt es an Transparenz und Arschtritt.

Vor allem, wenn Unas sich gesanglich eher in die Grindcore-Ecke bewegt, wie zum Beispiel bei "Paveway To The Gods", wird das Ganze etwas sumpfig, zumal auch die Drums, mögen sie noch so einwandfrei gespielt sein, in der Produktion stellenweise nicht den besten Sound abbekommen haben. Wie ein Schlagzeug allerdings so unterschiedlich klingen kann wie bei dem besagten Track und dem Nachfolger "Second Class Human Being", ist mir schleierhaft, denn bei zweiterem Song knallt das olle Schlagwerk wieder ganz mächtig und auch sonst kann der Song mit ordentlich Tempo überzeugen.

Ingesamt ist „Sent To Dominate“ ein zweischneidiges Schwert – man weiß nicht so recht, ob man die einzelnen Tracks nun in die Riege „hörbar“ einordnen oder eher weiterskippend in die Ecke verbannen soll. Technisch zumindest bewegt sich die Band auf gutem Niveau – hier muss sich tatsächlich jeder sein eigenes Bild vom Sound der Truppe machen.

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