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Beneath The Massacre: Incongruous

Nichts wirklich Aufregendes
Wertung: 5/10
Genre: Technical Death Metal, Brutal Death Metal
Spielzeit: 31:08
Release: 14.02.2012
Label: Prosthetic Records

Die Kanadier Beneath The Massacre haben sich mittlerweile einen Namen im Bereich des Brutal/Technical Death Metal gemacht. Dies ist kein Wunder, haben alle drei bisher erschienenen Full-Length-Alben doch eines gemeinsam: Wahnwitziges Geschredder, ohrenbetäubende Blastbeatattaken, durchweg höchst gruselige Growls und ein Durchschnittstempo, bei dem sich so mancher Blitzer die Kugel geben würde.

Mit „Incongruous“ liegt nunmehr die dritte Studiolangrille vor. Das letzte Werk „Dystopia“ ist auch schon gute vier Jahre her und konnte bei The-Pit.de immerhin acht Punkte einsacken. Nach dem ersten Durchlauf der neuen Platte, die bereits seit Februar zu haben ist, fällt einem aber das gleiche Problem wie Jahre zuvor beim Vorgänger auf: Mit der Zeit wird es einfach langweilig. Klar können die Jungs ordentlich was, gar keine Frage, nicht umsonst gehören sie zu den bekanntesten Tech-Death-Bands überhaupt und spielen jährlich gefühlte 1000 Konzerte, aber nach einer guten halben Stunde (die die Platte nun mal dauert) schwillt einem nicht nur der Kopf, sondern man hat auch das Gefühl, das alles schon ein paar Mal gehört zu haben. Irgendwann vermischen sich die Songs im Innenohr zu einem zugegebenermaßen erfreulich brutalen, aber eben auch monotonen Brei – da muss man sich dann schon einzelne Tracks rauspicken, um zu Potte zu kommen.

Menschen, die an langatmigen Soli und Gitarrenfrickeleien keine Freude haben, dürften spätestens bei „Left Hand“ die Platte nehmen und aus dem Fenster schmeißen. Allein das Intro macht einen schon ganz schwindelig, wobei man natürlich auch hier einräumen muss, dass es nichts wirklich Neues zu hören gibt. Andererseits: Wer im Metal heute noch etwas wirklich Neues erfinden will, der sucht wahrscheinlich die Nadel im Heuhaufen. Ein bisschen lustig ist dann das freakige Vocodergeblubber am Ende von „Left Hand“, aber auch das mag den Song nicht so recht retten.

„It“ glänzt allerdings mit einem durchaus gerechtfertigten und sehr feinen Gitarrensolo, das auch noch perfekt platziert wurde, auch wenn ansonsten so ziemlich alles beim Alten bleibt: schnell, laut, roh und mit ordentlichen Growls. Das ist das, was Beneath The Massacre die meiste Zeit zelebrieren. Der knapp einminütige Titeltrack ist dann gar eine einzige Griffbrettwichserei – allerdings recht gemäßigt und nicht wie sonst in Überschallgeschwindigkeit. Das muss ja auch mal sein, man wird ja nicht jünger.

Also, man kann sagen, was man will, aber so richtig Stimmung will und will einfach nicht aufkommen, da kann man sich die Scheibe auch zehnmal reinziehen – natürlich sind die Songs allesamt nicht übel und über die Technik müssen wir gar nicht diskutieren, aber allmählich fällt einem dieses Dauergekloppe doch ordentlich auf den Nerv, zumal es sich wirklich fast immer sehr ähnlich anhört. Zwischendurch finden sich dann, wie bei „Pedestal“, einige Tempowechsel, die ein bisschen Abwechslung in die Geschichte bringen, aber auch die gehen über kurz oder lang im Einheitsbrei unter.

Auch die finalen „Damages“ und „Unheard“ bleiben, wie der letzte Titel schon richtig sagt, eher ungehört – man kann sich noch seitenweise über die Qualitäten der Musiker auslassen, aber die besten Gitarristen oder Drummer bringen einer Band nichts, wenn das Herzblut fehlt. In diesem Sinne kann „Incongruous“ hier leider nicht mehr als fünf Punkte bekommen.

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