Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Beneath A Godless Sky: Beneath A Godless Sky

Eine schöne Überraschung aus Frankreich
Wertung: 8/10
Genre: Post-Hardcore, Djent, Deathcore
Spielzeit: 24:01
Release: 12.12.2016
Label: Dooweet Agency

Frankreich ist bisweilen für einige musikalische Überraschungen gut: Nicht nur die knallharten Cowards (FR) dürfen Paris als ihre Heimatstadt angeben, auch die Djent-affinen Newcomer Beneath A Godless Sky kommen aus der Stadt der Liebe, lassen aber keine Hoffnung aufkeimen, dass es in ihren Songs unbedingt freundlich zugeht. Im Gegenteil, die Ende letzten Jahres erschienene Debüt-EP gleichen Namens strotzt nur so vor aggressiven Riffattacken, brutalem Geschrei und messerscharfen Melodien.

In den ersten ein oder zwei Beschnupper-Durchläufen der Platte fühlt man sich ein bisschen überfordert, was zuerst heraussticht, sind die eher melodisch-klebrigen Passagen; Augen werden gen Himmel verdreht und das keineswegs in Ekstase. Das fette „Aber“ klatscht uns spätestens beim dritten Durchlauf in Form des Knallers „The Wall“ direkt ins Gesicht, hier wird auf proggig-post-hardcorige Instrumentalelemente gesetzt, Sänger Flo begibt sich in die Fußstapfen so aktiver und aggressiver Shouter wie Bury Tomorrows Dani, macht seine Sache also richtig gut und lässt kaum eine Möglichkeit aus, dem Hörer verbal eine mitzugeben. All das wirkt im ersten Augenblick etwas anstrengend, reißt den Zuhörer aber unweigerlich mit und verdient schon mal den ersten Anspieltipp.

„Broken Streets“ lässt mit seinem poppigen Intro schon Schlimmes erahnen, fühlt man doch schon in den paar Sekunden, wie der Fluss der Platte schmerzhaft unterbrochen wird, aber die Franzosen kriegen wahnsinnig gut die Kurve in Richtung Post-Hardcore-Ohrwurm. Das krachende „Fake Smile“ bietet im Anschluss ordentliches Hardcore-Feeling mit dominantem Bass (!) und einer fast schon gruseligen Melodie im Hintergrund, bevor Florian den ersten Breakdown mit deftigem Geschrei begleitet. Gegen Ende darf es etwas melodischer werden, was den Song aber nicht weniger mitreißend macht – die mir bisher unbekannten Franzosen werden definitiv in die Liste der Bands aufgenommen, die man in Auge und Ohr behalten sollte.

„Faith + One“ mag dann eine Hommage an South Park darstellen, begibt sich musikalisch aber wieder in wahnsinnig wilde Djent-Prog-Gefilde, hier trübt dann aber der klare Gesang doch ein wenig die Stimmung, allerdings glücklicherweise nicht allzu lange, dann knallen dem Hörer schon wieder deftige Shouts und Gitarren um die Ohren. Nur im Refrain muss man den Klargesang kurz aushalten, der immerhin mit Shouts hinterlegt wurde und nicht unangenehm hoch ausfällt.

Eine mit knapp 24 Minuten recht kleine, aber feine Überraschung kommt mit Beneath The Godless Sky aus Frankreich, nicht nur Bandname und Artwork sind gut gewählt, auch musikalisch kann die Truppe auf ihrem selbstbetitelten Mini-Erstling ordentlich Punkte einfahren. Und auch wenn Sänger Florian gerne mal im Borat-Kostümchen auf der Bühne herumspringt – die Band sollte man trotzdem im Auge behalten.

comments powered by Disqus

Zweieinhalb Stunden Atze-Datze-Party

Höllenlärm in der Maxus-Sauna

Ist denn alles nur „Schall und Rauch“?

Lokale Metalszene wird nun auch in Gelsenkirchen befeuert