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Benea Reach: Alleviat

Fans können hier also ruhig zugreifen
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore / Mathcore
Spielzeit: 50:28
Release: 18.07.2008
Label: Soulfood Music Distribution GmbH

Wenn man die Aufnahmen von Selfmindead (heute Benea Reach) und das erste Album von Benea Reach selbst mit dem neuestem Werk vergleicht, erkennt man als erstes eines: Die Produktion hat einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht. Die Gitarren strotzen nur so vor Power, das Drumming klingt beachtlich klar und auch der Gesang ist überraschend voluminös kraftvoll.

Dies wird auch gleich beim Opener „Awakening“ deutlich unter Beweis gestellt; brutale Screams wechseln sich ab mit tiefen Growls und verleihen dem Song vor allem im Refrain eine angenehme Härte, die sich nicht hinter Szene-Größen wie Neara verstecken muss. Benea Reach verwenden auch gerne mal Riffs, die mit der Doom Metal-Spieltechnik verbunden sind und zaubern so einige sechs-minütige, harte und beinahe schon episch-langsame Metalcore-Songs, die auch mal mit der ein oder anderen Überraschung aufwarten – „Reason“ hat ein sehr langes Zwischenspiel, das hauptsächlich durch den E-Bass bestimmt ist, welcher den sowohl männlichen, als auch – überraschenderweise – weiblichen Gesang begleitet.

Bei „Rejuvenate“ wird sogar gar nicht mal schlecht klar gesungen, natürlich immer synchron mit den typischen Screams, was ein schönes Zusammenspiel der beiden Gesangsarten hervorruft und gelungen Melodie und Härte verbindet. Ein weiteres Zeichen, dass diese Band stark vom Doom Metal beeinflusst wird, ist der Track „Illume“, der bis auf einige weibliche Tonleitern ganz ohne Gesang auskommt und nie einen richtigen Höhepunkt erreicht, wodurch er insgesamt wie ein Doom-Intro wirkt.

Im weiteren Verlauf des Albums werden auch weiterhin verschiedenste Gesangs-Varianten verwendet und miteinander gemischt – mal nur Sprechgesang, mal nur klare Hooklines wie bei „Unconditional“ oder nur Flüstern wie bei dem letzten Song „Dominion“, welcher überdies auch noch gelungenen femininen Gesang und natürlich Screaming in sich vereint.

Benea Reach bieten hier hochwertigen Metalcore der härteren Schule, der wieder einmal zeigt, dass tolle Metalcore-Refrains auch ohne klaren Gesang auskommen – aber nicht müssen. Auch die Doom-Einflüsse sind eine interessante Variante, die man im Metalcore doch eher selten findet.

Metalcore-Fans können hier also ruhig zugreifen, denn das Album „Alleviat“ bietet für alle etwas – klare Hooklines für die Liebhaber des softeren Metalcores, ebenso wie härtere Songs und sogar auch experimentelle Stücke für diejenigen, die genug haben von dem einheitlichen Metalcore, der viel zu oft gleich klingt.

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