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Belphegor: Blood Magick Necromance

Kann denn Sünde Liebe sein?
Wertung: 8.5/10
Genre: Black Metal / Death Metal
Spielzeit: 40:44
Release: 14.01.2011
Label: Nuclear Blast

Die Österreicher Belphegor bringen mit „Blood Magick Necromance“ ihr neuntes Studioalbum auf den Markt. Die Messlatte für diese CD liegt recht hoch, da die beiden Vorgängeralben „Bondage Goat Zombie“ und „Walpurgis Rites – Hexenwahn“  mächtig Eindruck schinden konnten. Es stellt sich also die Frage, ob „Blood Magick Necromance“ an diesen Erfolg anknüpfen kann.

Zur Gestaltung des Artworks hat man sich die Unterstützung gleich zweier österreichischer Künstler geholt. Der Fetischfotograf Helmut Woleck und Joachim Luetke zeichnen sich für die visuelle Gestaltung verantwortlich. In der Metalszene bekannter dürfte der Mann sein, der im Tonstudio die Regler bediente: Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) mischte das Album in seinen legendären Abyss Studios.

Und so klingt das Album auch ab der ersten Sekunde nach dem Peter Tägtgren-Sound. Der Pluspunkt im Vergleich zu anderen Veröffentlichungen aus der Pärlbyer Klangschmiede ist, dass der Klang der Österreicher aber noch recht deutlich zu erkennen ist. Die Produktion ist recht fett, fast schon ein klein wenig zu fett. Die Schießbude rumpelt wie die Hölle, die Gitarren erklingen stark verzerrt und die Stimme ist gut zu differenzieren. Der akustische Gesamteindruck ist gut bis sehr gut, allerdings droht die Produktion ein wenig in die Spalte „Standard Schweden Death Metal“ abzugleiten.

Anders verhält es sich mit der Musik auf „Blood Magick Necromance“. Die Stücke klingen frisch und unverbraucht, die gestalterische Bandbreite hat sich deutlich erhöht. So finden sich auf der Scheibe neben den üblichen Vollgasnummern mit „Discipline Trough Punishment“ auch eine sehr langsame und schleppende Nummer mit teilweise deutschen Texten. Diese sind in gewohnter Manier derb, kirchenfeindlich und unter der Gürtellinie. Die Vertonung eines Sexualaktes mit einem Kruzifix und einem Rosenkranz dürfte wieder heftige Reaktionen hervorrufen (Das Album „Lucifer Infectus“ stand auch schon kurz vor der Indexierung).

Die ersten drei Titel der CD sind typisch für Belphegor. Ein äußerst opulenter Sound umhüllt einen Titel voller brachialer Melodien und einem Schlagzeuggemetzel. Das ist der typische Sound der Österreicher, unverkennbar durch die rohe Intensität. Nach dem Ausreißertitel „Discipline Through Punishment“ geht es mit „Angeli Mortis De Profundis“ gleich wieder in die Vollen. Als abschließenden Höhepunkt des Albums kann man dann den Titel „Sado Messiah“ sehen. Das Stück zeigt Belphegor wieder von der etwas eingängigeren Seite und weiß noch einmal die ganze Bandbreite der Band deutlich zu machen.

„Blood Magick Necromance“ ist ein durchaus gelungenes Album. Mit „Discipline Through Punishment“ und „Sado Messiah“ liefern Belphegor zwei wirklich bemerkenswerte Songs ab, die sich auch vor „Bondage Goat Zombie“ nicht verstecken müssen. Die Platte überzeugt durchwegs, es gibt keine lästigen Füllernummern. Die Spielzeit ist mit knapp 41 Minuten nicht besonders hoch, dafür verzichtet die Band auf jeglichen nervigen Schnickschnack.

Eine klare Kaufempfehlung geht an alle Black Metal-Fans - Anhänger der Band werden sich die Platte ja eh holen. Freunde heftiger, derber Musik sollten sich aber durchaus auch mal die Zeit nehmen, um das Album anzutesten. Die CD wird nicht langweilig, ein wahres Highlight aus der Alpenrepublik.

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