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Beloved Enemy: Thank You For The Pain

Sauberes Album, aber ohne Höhen und nichts Neues
Wertung: 6/10
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 48:38
Release: 25.03.2011
Label: Rodeostar Records/Sony

„Thank You For The Pain“ ist das zweite Album der Düster-Rocker Beloved Enemy. Die Band um Sänger Ski treibt schon seit 2006 Unwesen im Musikgeschäft und hat mit „Enemy Mine“ erstmals von sich Reden gemacht. Nun, in 2011 ist das zweite Album fällig, welches mit dreizehn Songs und einer Spielzeit von 48 Minuten aus formaler Sicht durchaus einen guten Eindruck macht.

Skis Stimme war schon auf dem Erstling auffallend. Sie ist es auch jetzt wieder, der erste Song, welcher gleichzeitig der Titelsong ist, kommt mit einer derartigen Tiefe daher, dass einem Erinnerungen zu Sisters of Mercy oder The 69 Eyes kommen. „Thank You For The Enemy“ kann aber nicht direkt fesseln, ganz anders Song Nummer zwei, der großartiges Ohrwurmpotential ins sich trägt: „Friendly Fire“ hat sowohl flotte als auch besinnliche Parts und ein herrliches Gitarrensolo - so muss ein Song aussehen, der im Kopf des Hörers hängen bleibt.

Song drei, „Die Alone“, und auch der vierte Song „Comavoid“ können da nicht mithalten. Hier handelt es sich leider um alles, was schon da gewesen ist - Gothic-Metal ohne Biss. Einzig Skis Stimme bleibt stark, aber auch hier sind die anfänglichen Parallelen zu stark, als dass sie im Gedächtnis bleiben könnte.

Mit „Das Boot“ findet sich auch ein deutscher Track auf dem Album wieder. Könnte interessant sein, wenn es nicht völlig aus dem Zusammenhang gerissen auf dem Album erscheinen würde. Einzig der Refrain ist in deutscher Sprache, so findet sich auch hier wieder die Verbindung zu Sisters of Mercy, die einst denselben Weg gingen. Irgendwie weiß man bei dem Song nicht, wo das Boot denn nun hin will, was vielleicht auch daran liegt, dass die Assoziationen zu dem Titel zu groß sind. Das Stück ist eine Mischung aus ruhigen und dann wieder brachialen Teilen.

Mit „Generation Download“ kommt es zu einer harten Abrechnung, der Song hat mehr Metal- denn Gothic-Facetten, und Sky klingt aggressiver denn je. Der Song zeigt, dass die Band es drauf hat, zu überraschen. Die Jungs machen sich Gedanken um die Lyrics und sie verfallen innerhalb eines Albums nicht in einen langweiligen Einheitsbrei. Und doch schaffen sie es nicht, völlig zu überzeugen. Die Gefahr diese Band trotz des Hörens zu überhören, ist groß.

„Lost“ ist eine traurige Ballade und Beloved Enemy lassen Metal Metal sein und verlieren sich mit dem Song, wieder in düsteren Klängen und sehnsuchtsvollen Seufzern. Hier gelingt es der Band, Emotionen anzusprechen und das, ohne schmalzig daher zu kommen.

Es ist deutlich, dass ein jeder aus der Band sein Handwerk versteht, aber im Zusammenspiel innerhalb der Songs springt der Funken einfach nicht über. Es sind nette Songs und dabei bleibt es. Einzelne Schmuckstücke haben sie zu bieten, aber darüber kommen sie nicht hinaus und das ist für ein gutes Album definitiv zu wenig.

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