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Being As An Ocean: How We Both Wondrously Perish

Frisch und abwechslungsreich
Wertung: 7,5/10
Genre: Post-Hardcore
Spielzeit: 39:02
Release: 06.05.2014
Label: InVogue Records

Für eine Band, die erst seit 2011 auf dem Schirm ist, haben die Kalifornier Being As An Ocean schon einiges mitgemacht. Mit „Dear G-d“ erschien bereits ein Jahr nach der Gründung das Debütalbum, danach kamen die ersten Touren und im Zuge des Stresses die ersten Line-Up-Wechsel – der Zweitling mit dem sperrigen Titel „How We Both Wondrously Perish“ wurde dann mit neuem Drummer und neuem Gitarristen eingespielt, sodass die Truppe mittlerweile wieder auf ein Quintett angewachsen ist. Gitarrist Michael McGough hat sich inzwischen dazu bequemt, nebenbei noch klaren Gesang als Kontrapunkt zum heiseren Gebrüll seines Fronters Joel Quartuccio beizusteuern – letzterer hat selbst für Post-Hardcore-Verhältnisse ein absolutes Ausnahmeorgan.

Trotz Geschrei sind die Jungs aber ein ganz pazifistischer Haufen, haben sie sich doch nach einer Aussage Mahatma Gandhis benannt, der seinerzeit proklamierte, die Menschheit sei wie ein Ozean. Höchst philosophisch also, und irgendwie bewegt sich auch die Musik der Amis in ganz anderen Sphären, als man es gemeinhin von Post-HC-Gruppen gewöhnt ist. Klar, die üblichen Verdächtigen sind vorhanden: Geschrei plus Klargesang, flirrende Gitarren, das Spiel mit unterschiedlichen Samples und Gesangarten, auch gerne mal etwas verzerrt oder in Sprechgesang übergehend… Allerdings verquirlen Being As An Ocean das alles zu einer Mischung, die jede Menge Wiedererkennungswert hat.

Fangen wir vorne an: „Mediocre Shakespeare“ hat eigentlich als Opener schon so ziemlich alles, was Being As An Ocean als Band ausmacht. Der Song schleicht mit ruhigen Samples voran, übergangslos keift Joel dann mit seiner heiseren Stimme los, auch hier wird schon der etwas aus dem Hintergrund kommende Sprechgesang präsentiert, dessen die Band sich öfter bedient, und gottlob hat Gitarrist Michael eine sehr angenehme Singstimme, sodass man nicht skippen muss. Ein ordentlicher Einstand, aber damit haben BAAO die Latte für den Rest des Albums auch direkt mal ziemlich hoch angelegt.

„The Poets Cry For More“ stellt ein absolutes Highlight auf dem Album dar, der Text wird zu Beginn nur gesprochen, ein breiter Akzent wird hier zum Glück vermieden, sodass auch Nicht-Muttersprachler wunderbar folgen können – angeknüpft wird mit klarem Gesang, überraschenderweise kommt dann Geschrei ins Bild, wo man eigentlich mehr spoken words erwartet hätte. Ein geschickter Schachzug, zumal die Gitarren einen schönen Kontrast bilden. Hier sind Being As An Ocean hörbar in ihrem Element und die Spielfreude überträgt sich selbst in CD-Form auf den Hörer – gar nicht auszudenken, was die Jungs live für ein Feuerwerk zünden.

Was sie sich dann bei „Mothers“ gedacht haben, bleibt ein Rätsel – alles ist wunderbar, bis eine merkwürdige Trompete ins Bild kommt, die nicht nur nicht zum Rhythmus passt, sondern auch noch recht dünn klingt. Abgesehen von selbigem Track und dem etwas langatmigen finalen „Natures“ bietet „How We Both Wondrously Perish“ aber eine Fülle an frischen und recht abwechslungsreichen Post-Hardcore-Songs, die vor allem von der Mischung aus klarem und aggressivem Gesang und den melodischen Gitarren getragen werden. Für alle Fans des Genres oder generell der Core-Sparte dürfte hier was dabei sein.

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