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Being As An Ocean: Being As An Ocean

Kein Frischfleisch mehr
Wertung: 6,5/10
Genre: Emocore, Screamo, Metalcore, Post-Hardcore
Spielzeit: 39:45
Release: 03.07.2015
Label: Impericon Records

Die Kalifornier Being As An Ocean haben sich mit ihrem dritten Album bei der Namensgebung nicht gerade ein Bein ausgerissen, trägt die neue Scheibe doch den selben Titel wie die Band. Andererseits ist der Bandname, entstanden aus einem Zitat des großen Friedenskämpfers Mahatma Ghandi, schon mit so viel Inhalt gefüllt, dass man sich sperrige Albumtitel sparen kann – im Gegensatz zur vorherigen Scheibe „How We Both Wondrously Perish“.

Das dritte Album ist immer etwas heikel und gerade Bands im mittlerweile recht übersättigten Core-Bereich geht da schon mal der Saft aus. Die Mischung aus Emocore, Screamo, Metalcore und ein bisschen Post-Hardcore-Atmosphäre ist nun auch nicht wirklich gleichzusetzen mit der Entdeckung des Feuers. Wie gewohnt setzt die Truppe diese Mischung aber recht solide um und erntet sogar einige Glanzmomente.

Kam der Vorgänger noch frisch und frei aus den Boxen, gibt es auf „Being As An Ocean“ eine etwas pessimistischere Grundstimmung – wer die Pazifisten kennt, weiß aber, dass sich hier immer auch ein Schimmer Hoffnung verbirgt. Im ersten Durchgang hat man außerdem das Gefühl, dass auf der neuen Platte wesentlich stärker auf die Kombination von sphärischen Melodien und Geschrei gesetzt wird – Klargesang fehlt natürlich auch nicht, mag er doch manches Mal, wie beispielsweise bei „Forgetting Is Forgiving The I“, nicht hundertprozentig optimal ins Klangbild passen.

Das Problem (oder Schwierigkeit) mit solchen Platten wie der vorliegenden zeigt sich spätestens beim dritten Durchlauf: Die Abwechslung ist doch recht begrenzt, wobei man am technischen Aspekt überhaupt nicht meckern kann. Selbst epische Tracks wie das finale „...And Their Consequence“ entlocken einem zwar die ein oder andere Gänsehaut, diese ist aber nicht von allzu langer Dauer. Obwohl gut gemacht, klingen die meisten Tracks ähnlich wie viele tausend andere auch.

Dabei startet die Scheibe eigentlich recht viel versprechend: „Little Richie“ kommt mit ungewöhnlichen Tempowechseln daher, schon beim Refrain ist aber – erneut auch verschuldet durch den klaren Gesang – der Großteil des vorhandenen Pulvers verschossen. „Sleeping Sicarii“ allerdings tritt dann ein wenig ins  Rampenlicht und zwar gerade durch den klaren Refrain, der stark an Killswitch Engage erinnert, als sie sich noch mit Howard Jones als Sänger rühmen konnten. 

Auch „Saint Peter“ entwickelt nach einem gesprochenen Intro, in dem sich die Truppe in einer „German country side“ befinden, einen Wahnsinnsrefrain. Solche Momente finden sich auf „Being As An Ocean“ aber leider eher selten. Somit bleibt die Platte Durchschnitt, wenn auch guter Durchschnitt.

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