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Before The Dawn: Rise Of The Phoenix

Masters Of Melody
Wertung: 9/10
Genre: Dark Metal
Spielzeit: 39:20
Release: 27.04.2012
Label: Nuclear Blast Records

Die Fans von Before The Dawn haben auf diesen Release gespannt gewartet. Die Frage, die dabei alle beschäftigt, ist, wie die Band um Mastermind Tuomas Saukkonen wohl anno 2012 klingen wird. Zwar ist seit dem letzten Album „Deathstar Rising“ erst ein Jahr ins Land gezogen, im Lager der Finnen gab es allerdings in dieser Zeit eine einschneidende Veränderung: Vor den Aufnahmen zu „Rise Of The Phoenix“ verließ Bassist Lars Eikind das Quartett. Ein Wechsel am Tieftöner klingt dabei erst mal nicht besonders gravierend, Eikind war allerdings auch für die Clean-Vocals verantwortlich, die in Kombination mit den Growls von Fronter Saukkonen besonders auf dem letzten Album ein wichtiges Markenzeichen des Bandsounds waren.

Für die Aufnahmen zum neuen Album verzichtete Saukonnen aber vorerst darauf, einen Ersatzmann für den Klargesang zu suchen, weswegen auf dem Album ausschließlich seine Growls dominieren. Diese Veränderung sorgt dafür, dass „Rise Of The Phoenix“ deutlich härter klingt als der Vorgänger und der Einschlag in Richtung Melodic Death Metal wieder mehr zum Vorschein kommt. Trotzdem ist sich das Quartett im Ganzen absolut treu geblieben. Noch immer werden die Songs von herrlich melancholischen Melodien dominiert, die sich immer wieder mit druckvollen Vollgas-Passagen abwechseln. Einzig die sphärischen Akustik-Parts, die auf „Deathstar Rising“ viele Songs eröffneten, sind auf dem neuen Longplayer nicht mehr so stark vertreten.

Nach dem kurzen, getragenen Intro „Exordium“, steigen Before The Dawn dann mit „Pitch-Black Universe“ in die knapp 40 Minuten Spielzeit ein. Der Song ist dabei eigentlich eine perfekte Zusammenfassung dessen, was das neue Album bietet: ein groovender Chorus ausgestattet mit großartigen Melodien, einige atmosphärische Zwischenspiele und eine Strophe die von wilden Blastbeats getrieben wird. In die gleiche Kerbe schlagen dann auch „Phoenix Rising“, das den Fans bereits als vorab veröffentlichte Single bekannt sein sollte, und das an vierter Stelle stehende „Cross To Bear“. Beide Songs können dabei mit starken Refrains punkten und stehen dem Opener in puncto Qualität in nichts nach.

Zur Halbzeit warten die Finnen dann bereits mit dem absoluten Höhepunkt des Albums auf. Das sechseinhalb minütige „Throne Of Ice“ wird von einem akustischen Intro eingeleitet, bevor es sich langsam aufschwingt und in einem genialen, von starken Gitarrenmelodien getragenen Chorus gipfelt. Hier präsentieren sich Before The Dawn in absoluter Bestform und erschaffen einen Song, der sicher das Potential hat, zu einem Klassiker der Bandhistorie zu werden. In der zweiten Album-Hälfte dominieren dann erneut die Einflüsse der Göteborger Schule, bevor sich das abschließende „Closure“ wieder mehr an den typischen Sound anlehnt und somit die Brücke zurück zum Vorgängeralbum spannt. Wieder eingeleitet von einem ausgedehnten akustischen Intro, beschließt „Closure“ das Album schließlich mit einem wahren Melodie-Feuerwerk.

Auch in Sachen Sound gibt sich „Rise Of The Phoenix“ standesgemäß. Die druckvolle und trotzdem aufgeräumte Produktion lässt dabei jedem Instrument genug Platz zur Entfaltung. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Finnen trotz der modernen Möglichkeiten darauf verzichten, das Album zu glatt poliert klingen zu lassen. Besonders auffallend sind hier die kleinen Störgeräusche, die zu hören sind, wenn der Gitarrist auf der Akustikgitarre die Position wechselt. Viel zu häufig werden diese heutzutage nachträglich herausgeschnitten, obwohl gerade sie es sind, die den charakteristischen Klang des Instruments ausmachen. Aber auch diesem Trend widersteht das Quartett und so klingt das Album, trotz der modernen Produktion, sehr organisch.

Alles in allem liefert „Rise Of The Phoenix“ nahezu keinen Raum für Kritik. Before The Dawn bleiben sich selbst treu und schaffen es ein Album abzuliefern, das keine schwachen Songs aufweist. Den Fans des Vorgängers „Deathstar Rising“ wird mit Sicherheit der Klargesang von Lars Eikind fehlen. Trotzdem funktioniert insgesamt die „neue“, härtere Ausrichtung von Before The Dawn überraschend gut und macht so „Rise Of The Phoenix“ zu einem der top Genre-Releases des bisherigen Jahres.

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