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Before The Dawn: Deadlight

Ein gutes Album mit einigen starken Songs
Wertung: 7.5/10
Genre: Dark Metal
Spielzeit: 39:40
Release: 26.06.2007
Label: Cyclone Empire

Da der Sommer scheinbar bereits aufgegeben hat, kann man sich nun wieder ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, trauriger und düsterer Musik widmen. Wer für dieses Vergnügen noch einen passenden Tonträger sucht, der ist mit „Deadlight“ - dem vierten Album der finnischen Dark Metaller Before The Dawn – gar nicht schlecht beraten. Die 1999 von Mastermind Tuomas Saukkonen gegründete Band besticht auf diesem Album vor allem durch die Vermengung etlicher metallischer Stilrichtungen. In diesem Kontext fallen ganz klar die unüberhörbaren Melodic Death Metal - (Soilwork, Dark Tranquillity) und die atmosphärischen und leicht sperrigen Gothic Metal – Elemente (Katatonia, Amorphis) auf, hinzu kommen auch durchaus mal ein paar rockig / melodische Passagen (Entwine), die dem Ganzen eine erfrischende Note geben. Bringt man diese Eckpfeiler nun auf einen Nenner, kommt die Bezeichnung Dark Metal also absolut hin.

Leider; und das muss man einfach festhalten, sind Before The Dawn auf „Deadlight“ aber nicht immer in der Lage, konstant auf Augenhöhe mit den genannten Acts zu agieren, da es hierfür doch ein paar Songs gibt, die über das Prädikat „nett“ einfach nicht hinaus kommen. Richten wir unsere Aufmerksamkeit aber zunächst auf die größten Höhepunkte der Platte.

Da wäre zunächst der Opener „Wrath“ zu nennen. Dieser beginnt ziemlich aggressiv und mit druckvoll abgemischten Gitarren. Die Strophen legitimieren die Death Metal – Parallelen, während der Refrain vom mitreißenden Wechselgesang von Tuomas Saukkonen (tiefe Grunts) und Bassist Lars Eikind (klare Stimme) lebt. Und dieser sehr emotional wirkende Kontrast funktioniert bestens, da beide es verstehen, ihre Stimmorgane gekonnt einzusetzen. Auch ein wildes Headbangen ist zu den brettharten Parts dieses Songs bestens möglich. „Faithless“ hingegen ist noch ein ganzes Stück griffiger, was man bereits beim eröffnenden Gitarrenriff erkennen kann. Besonders der eingängige, sich beim mehrmaligen Hören immer mehr einschleichende Refrain weiß zu überzeugen, doch auch dichte Metalteppiche dürfen hier natürlich nicht fehlen.

Richtig stark ist auch das wilde „Eternal“, welches mit sehr sphärischen Momenten ausgestattet ist, im Grundsatz aber zu den härteren Songs des Album gehört. Bei diesem kann sich Tuomas richtig austoben und seine Grunts sind in einer der besten Stimmführungen des Albums wiederzufinden. Eher wieder in die eingängigere Richtung tendiert die erste Single „Deadsong“, welche sehr ausgeprägte Katatonia – Einflüsse offenbart, was aber nicht negativ ins Gewicht fällt. Ein Song, den man sich gerne öfter anhört, da er sich doch sehr schnell im Großhirn des Hörer manifestieren kann.

In diese Kategorie passt auch „Star Of Fire“, bei welchem die Band im Refrain erstmals mit weiblichen Backgroundvocals arbeitet und das sehr schön nach vorne rockt.

Etwas schwächer, aber immer noch ziemlich gut ist das finale „...“, welches vor allem durch die eben erwähnte, diesmal aber viel prägnanter eingesetzte weibliche Stimme und den intensiven Gefühlsausbruch von Tuomas im Mittelteil auffällt. Mit „Fear Me“ und „Reign Of Fire“ kommen wir nicht nur auf die wohl aggressivsten Songs von „Deadlight“ zu sprechen, sondern auch auf die meiner Meinung nach bei weitem schwächsten. Darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein, ich finde allerdings, dass die Band dann am stärksten ist, wenn sie mit dem Kontrast der beiden Vokalisten (oder der weiblichen Stimme) arbeitet. Dies tun die Finnen hier nicht und setzen nur auf die Grunts. Auch wenn die Songs keine Totalausfälle sind, finde ich das Dargebotene aber einfach zu ausdrucks- und zu gesichtslos. „Fear Me“ und „Reign Of Fire“ sind (noch) ganz nette Songs, die aber einfach ohne große Spuren zu hinterlassen an einem vorbeirauschen. Die beiden noch nicht besprochenen Songs „Morning Sun“ und „Guardian“ gehören nicht wirklich zu den Glanzlichtern des Albums, da die Band hier streckenweise viel zu kalkuliert und unnatürlich wirkt. Ein wenig besser als „Fear Me“ und „Reign Of Fire“ sind diese aber allemal.

Fazit: Auch wenn Before The Dawn nicht mit jedem Song absolut ins Schwarze treffen, so ist „Deadlight“ doch immer noch ein gutes Album mit einigen starken Songs. Dark Metal – Fans sowie Freunde der genannten Bands sollten hier auf jeden Fall mal reinschnuppern.

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