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Battle Scream: Suffering

Und Eigenproduktion kann doch besser sein als Hochglanz-Produkt!
Wertung: 9/10
Genre: Dark Rock
Spielzeit: 69:42
Release: 11.09.2008
Label: Eigenproduktion

Dass die Dresdner Band Battle Scream ein Fabel für kurze und prägnante CD-Titel, die mit dem Buchstaben „S“ beginnen, hat, ist mehr als offensichtlich – seit der EP „Sick“ aus dem Jahre 2004 hat man diese Tradition mit den Alben „Stalker“ und „Suffering“ konsequent fortgesetzt.

Bei dem neuesten Werk der Band, welches im ultrachicken Digipack daherkommt, ist man aber nicht nur der Titel-Tradition treu geblieben, sondern auch sich selbst – die CD klingt unverkennbar nach Battle Scream, aber trotz allem kein bisschen ausgelutscht, altbacken oder langweilig. Das eröffnende Intro weist atmosphärische Synthesizer-Spielereien und dezente Gitarren-Riffs auf, die dann direkt in den ersten Ohrwurm „War Machine“ übergehen. Das kehlige Organ von Sänger Alex verleitet dermaßen zum Mitgröhlen, dass man sich sehr gut vorstellen kann, wie dieser Song live reinhauen wird.

Einer meiner persönlichen Favoriten der CD ist der Song „Fearful Eyes“ – ein verdammt atmosphärisches Stück Musik, getragen von elektronischen Elementen und abwechslungsreichem Gesang: Mal flüsternd, mal gelungen klar und auch wieder typisch rau und kehlig. Wie auch schon bei „Stalker“ hat sich die Band für dieses Album allerhand Prominenz dazu geholt, wie etwa die Puppets On Strings-Sängerin Stefanie, die sich gleich bei zwei Songs die Ehre gibt. Zum einen bei „Cold Hearts Stone“, einer Midtempo-Ballade, die sich einerseits durch die tolle weibliche Stimme, aber auch durch überaus gelungene zweistimmige Passagen auszeichnet, zum andern bei „Mother Russia“. Bei diesem Titel denke ich natürlich sofort an den genialen Basslauf von Steve Harris in dem so betitelten Stück von Iron Maiden, doch dieser Song klingt ganz anders – mal harmonisch und melodisch, mal aggressiv und treibend.

Auch die Wiederholungstäter Cephalgy hat man erneut als Gastmusiker engagiert – diesmal für den Song „Leiden“. Ein toller deutscher Titel - bei dem es garantiert nicht die Ohren sind, die „leiden“ - mit provozierendem Text und natürlich einem gelungen abwechslungsreichen Instrumental, das besonders aus dem Album hervorsticht. Aber auch Fans der  Letzten Instanz wird dieses Album zusagen – nicht nur wegen der Klasse dieser CD, sondern auch weil sich Holly selbst die Ehre gab und bei „Zero“ mitwirkte.

Für mich ist das „Child Of Fire“ ein weiterer Liebling der CD. Eine tolle Melodie, schöne tragende Flächensounds und ein perfekt passend-gelungenes Gitarren-Mastering ergeben ein erstklassiges Endprodukt. Nach dem abschließenden, furiosen Gitarren-Solo von „Creatures“ bewegt sich die CD dann langsam mit einem stark elektronischen Outro auf ihr Ende zu.

Battle Scream haben erneut in Eigenproduktion ein weiteres geniales Album auf den Markt geworfen, welches sich zweifelsohne mit anderen Bands des Genres messen kann; auch ohne Probleme mit Formationen, die sogar einen Labeldeal haben, wie etwa Bionic Angel. Wer etwas für Dark Rock mit elektronischen Elementen übrig hat, muss hier einfach reinhören.

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