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Battalion: Winter Campaign

Gelungene Kriegsführung
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 44:33
Release: 16.06.2006
Label: Shiver Records

Was, das soll modern progressive Dark Metal sein? „Kann doch wohl jetzt nicht wahr sein“ - das war es, was ich dachte, nachdem mir die ersten Minuten aus den Boxen entgegenhämmerten.

Ich kann Battalions Mucke viel eher beschreiben als mächtigen old-school Death Metal mit einer Prise Thrash. Aber das, was die Presseinfo daraus machen will... sicher war da ein kleiner Scherzkeks am Werk.

Was die Belgier Battalion hier in ihrem Debütalbum „Winter Campaign“ vom Stapel lassen, ist genau DIE Sorte Death Metal, die bei mir unweigerlich zum Headbangen führt. Parallelen zu Bolt Thrower kommen einem unweigerlich in den Sinn, denn auch die Belgier haben sich das Thema „Krieg“ auf die Fahne geschrieben. Dafür, dass diese Scheibe erst das Debüt der Viererbande ist, klingt das alles aber schon verdammt perfekt. Die strategische Taktik der Jungs liegt in der variablen Geschwindigkeit in den Songs von Midtempo zu Uptempo. Dadurch laufen die Songs nicht Gefahr, in Richtung „langweilig“ oder „eintönig“ zu driften.

Das Intro „Spitfire“ gibt mit Fliegeralarmsound und einem Countdown den Startschuss (oh, wie passend ) zu diesem Death Metal Kreuzfeuer. Es folgt „Bombenkrieg“, das aber – obwohl es der Songtitel vorgaukelt – nur dieses eine deutsche Wort in deutscher Sprache beheimatet. Der Rest wie auch alle anderen Songs werden in Englisch vorgetragen. Man befindet sich also schon im ersten Song des Albums mitten im Schlachtfeld. „Warfiend“ dann führt uns in eine weitere Schlachtphase: Das Tempo wird etwas angezogen, aber es gibt zwischendurch immer wieder etwas langsamere Parts, die unheimlich druckvoll klingen.

Bei „Nuclear Devastation“ geht es in den Nahkampf: Stellenweise ballert dieser Song so wie ein Maschinengewehr aus den Boxen, dass es eine wahre Freude ist. Danach kommt mein erster Favorit: Der Titelsong „Winter Campaign“. Dazu kann ich, ehrlich gesagt, gar nicht so viel Worte verlieren: Er verkörpert all das, wofür Battalions Mucke steht. Als erstes diese knüppelnde Härte, dann die Geschwindigkeitswechsel. Ach, was schreib ich mir hier die Pfoten wund: Los, gefälligst selbst anhören!!

Bei „Monolith (Peenemünde)” befindet man sich mitten auf dem Schlachtfeld. Dieses hammergeile Riff von Pieter frisst sich im Gehirn fest und dazu kommt das Hammerorgan von Frontmann Ruben. Kristof und Tomme hämmern Dir den Rhythmus ins Hirn … und schon ist es um Dich geschehen…byebye Nackenmuskeln …

Bei „Skeleton City“ und auch in dem anschließenden „Superior Firepower“ verlieren die Jungs keine Zeit und es geht direkt von Beginn an in die Vollen …Bei „Superior Firepower“ kommt auch ein Maschinengewehr zum Einsatz.

„Defcon 696“ geht leider irgendwie spurlos an mir vorüber … außer dem geshouteten „Defcon696“ bleibt leider nicht allzu viel hängen … Die nächste Schlacht wird mit „The Swarm (Locust Inferno)” geschlagen. Gute Gitarrenarbeit. Die Drums ballern hier auch mal wieder ganz gut. Als Gastsänger ist im Song „Ghost Of War“ Johan Antonissen mit von der Partie, der ansonsten in der Band Suhrim beschäftigt ist. Der Song endet dann auch standesgemäß mit einer Kriegsfanfare.

„Torture Tactics“ ist ein Uptempostück, welches aber leider zu den etwas schwächeren Songs dieses Albums gehört. Das letzte Stück „Death At The Helm“ ist dann wieder eher midtempolastig, aber gerade deshalb ungemein pressend und druckvoll. Eine erhebliche Gefährdung der Nackenmuskeln ist nicht zu vermeiden!

Der Sound presst sich granatenmäßig druckvoll in die Gehörgänge. Für die Produktion zeichnet sich Kris Belaen verantwortlich, der auch schon für z.B. Aborted, In-Quest, Leng Tch´e und Suhrim gearbeitet hat. Es würde mir sicherlich mal Spaß machen, diese Songs live on Stage präsentiert zu bekommen.

Fazit: Das ist Death Metal, der voll in die Offensive geht! Man sollte diese Jungs unbedingt im Auge behalten!

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