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Battalion: Welcome To The Warzone

Besser gut geklaut, als schlecht selbst gemacht.
Wertung: 7.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 42:9
Release: 15.04.2008
Label: Shiver Records

Das belgische Quartett hat sich ganz dem Death Metal verschrieben. Das fängt bei den üblichen Texten über Krieg und Verderben an und endet, logisch, bei der Musik. So weit, so gewöhnlich! Bei der allgemeinen Veröffentlichungsflut überlegt es sich der potenzielle Käufer natürlich mehrfach, in welche Band er sein Geld investieren soll. Gute Death Metal Bands gibt es schließlich viele. Da brauchen die 2001 gegründeten Battalion schon gute Argumente.

„Mechanized Blitzkrieg“ ist schon mal eins! Death Metal der alten Schule regiert auf „Welcome To The Warzone“, das wird schon hier deutlich. Überdeutlich sind die Vorbilder Bolt Thrower und Unleashed, sowie ein wenig Morbid Angel und Malevolent Creation. Das Ganze wird aber mit Herzblut gespielt, so dass man der Band keinesfalls böse sein kann. Inspirieren lässt sich schließlich jeder. Hinzu kommen noch die druckvolle Produktion und die Tatsache, dass Gitarrist Pieter Vandeputte absolut etwas auf dem Kasten hat, was er immer wieder zeigt, den Song dadurch aber nicht überlädt.

Das zeigt sich das auch bei den vom fantastischen Leads angetriebenen „Ten-Thousand-Corpse-Ditch“. Sicher, die Unleashed Referenzen zeigen sich wieder mal, was auch daran liegt, dass Ruben Luts einem Johnny Hedlund nicht unähnlich klingt. Aber noch während man sich diese Gedanken durch den Kopf gehen lassen will, ist eben dieser schon gefangen genommen worden von den stampfenden Rythmen. Musik ist eben keine reine Kopfsache, sondern auch eine des „Feelings“.

„Mass Incinerator“, „Verdun Meat Grinder“ und „Radiation Holocaust“ sind die schnellsten Nummern der Platte, die geschickterweise nicht direkt hintereinander platziert sind, sondern zwischen den eher groovigen Songs einen guten Kontrast bilden.

Ein Song wie „Throne Of Lies“ würde sonst eventuell ein wenig in der Masse untergehen. Auf „Welcome To The Warzone“ werden nämlich keine Experimente eingegangen, was den Songs teilweise ein wenig die Identität raubt. Alles klingt recht ähnlich und für ungeübte Ohren dürften die Songs wohl keinerlei Unterschiede aufzuweisen haben.

Fazit: Das Rad wurde nicht neu erfunden, aber wer will und erwartet das schon?! Battalion haben ein tolles Album eingespielt, das ist das, was zählt. Wenn diese Band diese Songs ähnlich druckvoll auf die Bühne bringt und das Musikgeschäft ausnahmsweise mal ein wenig gerecht ist, sollten Battalion bald gerne gesehene Gäste in den Clubs dieser Welt sein. Bis dahin kann man sich die Zeit mit „Welcome To The Warzone“ vertreiben, was bei genauerem Hinhören viele kleine Death Metal Hits enthält und viele Freunde finden sollten. „Old school as fuck“! Diese Band sollte man im Auge behalten.

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