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Bastard Saints: The Shape Of My Will

Der sichere Beweis, dass auch Grindcore ein gewisses Niveau haben muss
Wertung: 2/10
Genre: Grindcore
Spielzeit: 37:41
Release: 07.05.2012
Label: Punishment 18 Records

Es gibt zwei Arten von Grindcore. Das mag man nicht glauben, wenn man den Stil nur oberflächlich kennt, aber tatsächlich kann man sehr genau zwischen Bands unterscheiden, die ordentlich was auf dem Kasten haben wie zum Beispiel Milking The Goatmachine, und Bands, die einfach stur vor sich hinhobeln, ohne Punkt und Komma dem Hörer auf die Fresse geben und dabei nicht mal gut klingen.

Bevor wir entscheiden, zu welcher Kategorie die Italiener Bastard Saints gehören, um die es hier und heute geht, schauen wir uns erst einmal die Biografie der Gruppe an. Bereits seit 1997 schreddern die Vier gemeinsam vor sich hin und mit dem 1998er Demo „Hanged For A Blessed Masturbation“ stand dann auch ein sehr schöner Titel auf dem Programm, dem direkt drei Splits folgten. Mit „The Shape Of My Will“ steht jetzt (endlich?) das Debütalbum auf dem Plan – das wurde auch mal langsam Zeit, nach gut 15 Jahren Bandbestehen.

Jetzt kann man an und für sich davon ausgehen, dass so gestandene Musiker ordentlich was auf dem Kasten haben. Möglicherweise ist das bei den Herren von Bastard Saints auch der Fall, allerdings verstecken sie es die meiste Zeit auf „The Shape Of My Will“ ganz gut. Drums und Gitarre prügeln sich zwar gut durch die Botanik und auch das Geschrei und Gegrunze passt ins Gesamtbild, aber selten ist mir in jüngster Vergangenheit eine Grindcoreplatte untergekommen, die derartig unbeachtet an einem vorbeizieht. Und zwar nicht nur beim ersten oder zweiten Durchlauf, sondern konstant. Nach knapp zwei Stunden Dauerrotation lässt sich immer noch nichts Konkretes über die neun Songs sagen, außer, dass sie so gar keine Begeisterung hinterlassen.

„A Bullet For The Pope“, das sich die Truppe fast bis zum Schluss der Platte aufgehoben hat, ist der einzige Track, der einen aufhorchen lässt – nicht wegen der bizarren Growls zu Beginn oder wegen der rasend schnellen Gitarren, nicht mal wegen der jazzigen Instrumentaleinschlüsse, sondern lediglich wegen der Kombination von hysterischen Geschrei und den passend im Stakkato gehaltenen Gitarren. Das Finale ist in jedem Fall richtig gut gemacht, nur leider stellt das den einzigen Lichtblick auf den knapp 40 Minuten Laufzeit dar.

„Black Resistance“ strotzt vor wenig druckvollem Sound, wie eigentlich das ganze Album – für eine Grindcoreband ist da wirklich enorm wenig Dampf dahinter, aber selbst mit einem besseren Sound wäre wahrscheinlich nicht allzu viel dabei rumgekommen. Sänger Andrea Marino wechselt zwischen sehr tiefen Growls und Death-mäßigem Gekeife, wobei er Ersteres wesentlich besser beherrscht.

„Thirteen Stab Wounds“ geht sogar noch einen Schritt weiter und wälzt sich mit erschlagend lahmarschigen Gitarren und Growls durch die Botanik. Ein bisschen ziehen die Herren das Tempo zwar im Verlauf des Songs an, aus der Monotonie kommen sie aber trotzdem nicht mehr heraus.

Der Großteil der Grindcore-Hasser dieser Welt wird nach diesem Review applaudieren und schreien „Ja! Grindcore ist nun mal Scheiße!“ Nein, liebe Freunde, nur Bastard Saints haben es leider nicht ganz so sehr im Blut. Da kann man nun nichts machen, außer sich rasch eine bessere Platte einzulegen. Die zwei Punkte gibt es für „A Bullet For The Pope“ und die Tatsache, dass die Band überhaupt mal ein Debütalbum zustande gebracht hat – obwohl man dafür in dem Fall eigentlich eher Punkte abziehen müsste.

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