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Basanos: Cracking The Sledge

Ein ordentliches Stück Neo-Thrash-Groove
Wertung: 7/10
Genre: Neo-Thrash, Groove Metal, Hardcore
Spielzeit: 45:57
Release: 23.09.2011
Label: Noisehead Records

Man muss sich eigentlich nur die Facebook-Seite der Österreicher basanos anschauen, da fließt einem schon der Sabber. „Neo-Thrash Groove Monster“ prangt es da vom Bildschirm, und als Einflüsse werden gleich die großen Groover unserer Zeit genannt: Pantera, Down, Machine Head, Lamb Of God. Meine Fresse - da müssen die Herren schon mächtig dicke Eier haben, um in dieser Aufzählung mithalten zu können.

Zumindest Sänger Jochen kann man die Eier nicht absprechen. Der Mann blökt sich durch die knappe Dreiviertelstunde Laufzeit, als müsste er seine Stimmbänder nie wieder benutzen. Ein bisschen prollig klingt es zuweilen, aber wir sind schließlich nicht im Kindergarten. Allerdings muss man die neue Scheibe „Cracking The Sledge“, immerhin schon das zweite Full-Length-Album innerhalb von fünf Jahren, erst ein paar Mal hören, um sich wirklich auf die Band einzustellen. In erster Instanz klingt das Ganze ein bisschen nach Hardcore, erst beim genaueren Hinhören kann man sich dann tatsächlich im groovigen Neo-Thrash der Wiener suhlen.

Dabei geht der Vierer allerdings weniger stumpf zu Werke als manche Kollegen: Obwohl Jochen sich beispielsweise die meiste Zeit in ein- und derselben Tonlage bewegt, ist trotzdem genug Abwechslung geboten. Sei es, weil Drummer Moritz mal einen derben Tempowechsel unterbringt, Wolf-Dieter den Bass durch die Magenwand wummern lässt oder Gitarrist Roman ein Lead einstreut, das man noch Stunden später im Kopf mit sich herumschleppt – langweilig wird es auf „Cracking The Sledge“ eher selten.

Das beste Beispiel für die kreativen Schübe der Österreicher ist der Vergleich vom Opener „The Challenge“ und dem vorletzten Song „See The Truth“. Ersteres mahlt sich durch die Lautsprecherboxen und pendelt irgendwie zwischen Neo-Thrash und Hardcore, wobei vor allem der Refrain ziemlich druckvoll daherkommt und live sicherlich mit Begeisterung mitgebrüllt wird. „See The Truth“ birgt dann das ruhigste Stück des Albums, das mit einer wunderschönen Gitarrenmelodie eingeleitet wird, bevor die Lyrics richtig deftig dahergerotzt werden, und zwar ganz ohne den leicht epischen Ansatz zu verlieren - sehr feine Sache.

„Impressions“ klingt ein bisschen so, als hätten Pro-Pain und Pantera sich entweder gepaart oder gegenseitig verprügelt – Groove wird groß geschrieben und auch hier werten flirrende Gitarren den Track wieder auf. So bleibt der Wiedererkennungswert, der vielen anderen Bands im doch recht eng gesteckten Neo-Thrash/Groove-Genre fehlt. Auch der Titelsong, obwohl nicht ganz so individuell, gräbt sich als Ohrwurm direkt in die Gehörgänge ein.

Fazit: Zwar bieten Basanos nicht unbedingt super-experimentelle Stücke an, versuchen aber zumindest mit möglichst viel Spielspaß und einer guten Portion Variation die Qualität hochzuhalten. Bei manchen Liedern gelingt das weniger („Now“ plätschert beispielsweise recht ungehört an einem vorbei), aber einige echte Perlen kann man hier mit ein wenig Geduld trotzdem finden. Für „Cracking The Sledge“ kann man guten Gewissens sieben Punkte vergeben – vielleicht wird die Gitarrenarbeit bei der nächsten Platte (dem dritten „Make it or break it“-Album) noch ein wenig mehr in den Vordergrund gestellt, denn Romans Riffs sind einer der großen Pluspunkte der Combo.

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