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Badoc: ...Of Devil Deeds And Insane Thoughts

Für gute Musik ist es nie zu spät
Wertung: 8.5/10
Genre: Blackened Death Metal
Spielzeit: 24:22
Release: 14.12.2007
Label: Eigenproduktion

Das rheinland-pfälzische Wittlich ist die Heimat der jungen Band Badoc, die sich im Jahre 2004 zusammengefunden hat. Nach ein paar Besetzungswechseln machten sich die Jungs Ende 2007 daran, ihre erste EP auf CD zu bannen. Das Ergebnis haben wir folglich hier mit der Scheibe „Of Devil Deeds And Insane Thoughts” vorliegen.

Musikalisch gesehen bieten Badoc dem Hörer Death Metal, der überaus facettenreich ist und genügend Abwechslung bietet, sodass jeder Song für sich steht und sich von jedem anderen abzuheben weiß. Ihrem sich selbst gesetzten Ziel, nämlich abwechslungsreichen Death Metal zu spielen, der einerseits durch seine Aggressivität auf sich aufmerksam macht, sich andererseits nicht vor gut durchdachten und zudem noch schön anzuhörenden Melodien verschließt, kommen die fünf Wittlicher dabei verdammt nah. 

Ganz harmonisch starten wir in den ersten Song „Last Step“, bei dessen unmittelbarem Beginn man auch meinen könnte, man bekäme es hier mit einer Metalcore-Truppe zu tun. Doch wenn Florian Caspers seine Stimme erhebt, die auch prima in einer reinrassige Black Metal-Kombo Verwendung finden könnte, wird einem flugs klar, dass man glücklicherweise keiner weiteren x-beliebigen Core-Combos lauschen wird.

Was Dirk Aigner und Sebastian Braun an feinen Melodien aus ihren Saiteninstrumenten raushauen, macht richtig Spaß. Die Rhythmusfraktion, bestehend aus Tobias Tümmele (Bass) und Thomas Böxler (Drums) baut zudem eine mächtige Wand auf. Ein mächtiger Einstand in diese EP. 

In „Schizophrenia” kommen neben den Black Metal-typischen Kreischern auch tiefe Growls zum Einsatz. Und wow, welch ein hammerstarkes Gitarrensolo sich die Jungs hier aus dem Handgelenk geschüttelt haben, meine Hochachtung, das hört sich sehr gut an!

Ich kann mir nicht helfen, aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass “Slay Those Who Pray” zu DER Bandhymne schlechthin wird. Dieses Geschoss hat alles, was man sich wünscht, in sich vereint: Abwechslungsreich ist das Tempo, das hier präsentiert wird, eingängig auch die Melodien, die einen sehnsüchtig Richtung Schweden blicken lassen. Oder halt nach Wittlich. Den Refrain hat man so schnell drauf, dass man diesen schnell aus vollem Hals mitgrölen wird. 

Eine kleine Portion Thrash verinnerlicht haben die Jungs in „Dead Again“, einem flotten Stampfer, der auch die instrumentale Stärke der Band hervorzuheben weiß. Auch das Gitarrensolo weiß wieder absolut hochdotiert zu punkten – hört man einfach gern, so etwas. Auch das, was man speziell seitens der Saitenfraktion in „Therefore Give Me Strength“ vor den Latz geknallt bekommt, macht richtig Spaß in den Backen. Hier beherrschen vom Schwedentod inspirierte Leads das Gesamtgeschehen, sofern man sich nicht inmitten der Strophen befindet. 

Fazit: Ein gutes Händchen haben Badoc bewiesen, denn sie scheinen genau zu wissen, worauf es bei guter Musik ankommt, nämlich darauf, dass man den Hörer letztendlich auf seine Seite zieht. Und dass dies bei „...Of Devil Deeds And Insane Thoughts” definitiv der Fall ist, solltet ihr schleunigst selbst erleben, auch wenn diese Scheibe schon knapp zwei Jahre auf dem Buckel hat.

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