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Baden Metal Compilation Vol. 3 - The Griffin Has Landed

Es gibt viel zu entdecken!
keine Wertung
Genre: Metal
Spielzeit: 75:00
Release: 31.07.2015
Label: Eigenproduktion

Baden Metal – bei dem Namen klingelt doch was im Oberstübchen. Richtig, die erste Ausgabe „Rise Of The Griffin“ kam bereits 2008 heraus und hat schon seit einigen Jahren ihr angestammtes Plätzchen im CD-Regal der Schreiberin, „Flight Of The Griffin“ rotierte dann vor zwei Jahren bei Kollege Jörg im heimischen Soundgebläse, mit „The Griffin Has Landed“ wähnt sich Cheffe Yücel Erol aber sicherlich noch nicht am Ziel, gibt es doch im Badener Raum einfach zu viele gute Bands, die zu supporten sich auch über lange Zeit hinweg lohnt.

Schon das Cover strahlt Lokalpatriotismus aus, genießt doch der Badener Greif die Aussicht von der Heidelberger Neckarbrücke aus. Mit unseren allseits bekannten The Prophecy²³ („Pit Laserbeam“) und den Kollegen Lyfthrasyr finden sich unter den 16 Kapellen gar zwei Bands, die bereits auf dem ersten Baden-Sampler vertreten waren – erstere eröffnen gar den munteren Reigen mit „Evolution“, einem wahren Blastbeat-Gewitter, das von Anfang an ordentlich einheizt und schon mal die schwarzmetallische Flagge schwenkt. Diversität haben sich wiederum die Badener Supporter auf die Fahne geschrieben, haben doch zum Beispiel die Herren von Stillborn Inc. recht klassischen Death Metal im Gepäck, den sie seit mittlerweile elf Jahren im Badener Raum und darüber hinaus verbreiten.

Die Rastatter The Last Days Of Fall gibt sich einer etwas schwerfälligen Variante des Melo-Death mit folkigen Instrumentalpassagen hin, der Klargesang bringt aber noch mal eine überraschende Portion Dynamik mit; auch die eher Pathos-lastige Seite des Metal muss natürlich bedient werden und schlägt sich Bahn in Form des Battlemage-Tracks „Cold Winter’s Night“, bei dem man sich gleich ein Becherlein Met aufheizen und sich in einer dicken Wolldecke auf den herbstgesprenkelten Rasen setzen möchte.

Verflucht viel Groove bringen auch die Pforzheimer The Rump Shaking Rider Crew mit, deren Speed-Metal-Anteile schon mal unter den fetten Vocals der beiden Sänger untergeht, die dafür aber zumindest mit „Vodca Woman Cluttony“ zum Tanze auffordern. Die Freiburger Truppe Blindfall erfüllen dann nicht nur die Frauenquote, sondern erinnern mit ihrem Crossover-Sound und dem hier vorliegenden „Ending“ auch streckenweise an die guten alten Guano Apes – was die Band sich sicherlich öfter anhören muss, zumindest von meiner Seite aber als dickes Kompliment gemeint ist.

Distressed To Marrow widmen sich auf „Revelation Of Insanity“ noch mit ihrem alten Sänger, der mittlerweile ausgetauscht wurde, dem groovig-tiefgestimmten Death Metal im Midtempo, bevor das Thema Frauenquote von Ajana noch mal quasi im Alleingang aufgerollt wird: Die Dame klingt wie eine Mischung aus Killing Joke und Faith And The Muse und dürfte damit vielleicht weniger dem typischen Metalmannsvolk zusagen als vielmehr den Experimentalisten unter den Zuhörern. Leicht gewöhnungsbedürftig, aber allemal ein interessanter Abschluss, der gleich auf die Liste der Bands gehört, bei denen man tiefer in die Materie einsteigen sollte.

Auch auf dem dritten Baden-Sampler dürfte für ziemlich alle Fans jeder Metal-Spielart etwas dabei sein, sei es Black, Thrash, Speed, Heavy oder Death Metal. Hardcore-Growl-Fans kommen ebenso auf ihre Kosten wie all jene, die eher den Kontrast zwischen klaren und hartem Gesang schätzen, auch für die Instrumentalisten kann bei dieser Fülle an talentierten Musikern sicherlich die ein oder andere Passage interessant werden. Schön zu sehen ist auch, dass die Crew sich preislich nicht nach oben geschraubt hat: Wie schon die letzte Ausgabe ist auch die dritte Scheibe für schmale fünf Euro im Online-Shop von Baden Metal zu haben - einfach eine Mail an shop@remove-this.baden-metal.de und das gute Stück ist euer. Das dürfte sämtliche Ausreden, nicht zuzugreifen, im Keim ersticken. 

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